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Zeche Emscher-Lippe – Besetzung des Ruhrgebiets und Weltwirtschaftskrise

Abb Viel größere Schäden als der 1. Weltkrieg richteten heftige Kämpfe im Jahre 1920 an. Die „Rote Armee“ besetzte zu dieser Zeit das Ruhrgebiet und erreichte auch Datteln. Es gab Tote und Verletzte und auch die Sachschäden waren sehr groß.

Obwohl in diesen Jahren viele Streiks stattfanden, in denen die Bergarbeiter mehr Lohn für ihre harte Arbeit forderten, konnte die Zeche Emscher-Lippe ihre Produktion wieder erhöhen. Im Jahre 1922 arbeiten hier bereits 5000 Menschen.

Als die Franzosen im Jahre 1923 das Ruhrgebiet besetzen, kam es auch in Datteln zu Verhaftungen. Die Zeche und der Bahnhof wurden von den Franzosen besetzt und Kohle und Koks wurden beschlagnahmt, denn die Besatzer wollten diesen wertvollen Rohstoff nach Frankreich ausführen.

Die Menschen versuchten sich mit einem „passiven Widerstand“ (gewaltfreier Widerstand) zu wehren. Viele Leute gehorchten den Anweisungen der Besatzermacht nicht und führten ihre Befehle nicht aus.

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Erst im Sommer des Jahre 1925 verließen die letzten französischen Truppen Datteln und die Stadt und auch die Schachtanlage erholte sich langsam von den Folgen der letzten Jahre.

In diesem Jahr förderten 4528 Bergleute 1,1 Millionen Tonnen Kohle zu Tage.

Da die Zeche unter Tage ständig wuchs, war es erforderlich einen zusätzlichen Schacht für die Frischluftzufuhr abzuteufen. Dieser Schacht 5 ging 1929 in Betrieb.

 

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Die Zeche war der größte Arbeitgeber in Datteln und für die vielen Bergleute musste immer wieder neuer Wohnraum geschaffen werden.

Nach dem Bau der Dümmersiedlung (bis 1917) begann man 1921 die Höttingsiedlung und 1928 die Siedlung im Winkel zu errichten.

Im Jahre 1929 wurde die Zeche zu hundert Prozent von der Firma Krupp übernommen, da der Norddeutsche Lloyd seine Anteile zuvor verkauft hatte; der Name Emscher-Lippe aber blieb für die Schachtanlage erhalten.

Abb Aber auch die Weltwirtschaftskrise fiel in das Jahr 1929. Nach dem Kurssturz an der New Yorker Börse, dem schwarzen Freitag 25.10.1929 folgte ein umfassender wirtschaftlicher Zusammenbruch der Weltwirtschaft.

Neben den Vereinigten Staaten war das Deutsche Reich am stärksten davon betroffen. Das äußere Zeichen der Weltwirtschaftskrise war eine rapide steigende Zahl von Arbeitslosen.

Auch die Zeche Emscher-Lippe blieb nicht verschont. Die Schachtanlage 3/4 stellte ab 1931 ihren Betrieb ein, die Förderanlagen dienten allerdings weiterhin als Seilfahrt. Es kam zu Feierschichten und Massenentlassungen. Auf der Schachtanlage 1/2 wurde aber weiterhin mit 1914 Belegschaftsmitgliedern Kohle gefördert.

 

Quelle: Die Texte und Illustrationen zum Thema „Die Zeche Emscher-Lippe“
entstanden mit freundlicher Unterstützung des Hermann-Grochtmann-Museums
und des Stadtarchivs der Stadt Datteln

Literaturangaben und Hinweise für Lehrer...

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