Die Verständigung untereinander
Das Überleben des Rudels hängt vom Zusammenhalt der Gruppe, der Struktur des Rudels und von ihrer Fähigkeit ab, sich untereinander zu verständigen. Deshalb ist es sehr wichtig für Wölfe, eine gut entwickelte Sprache zu haben. Mit verschiedenen Gesichtsausdrücken, ihrer Körperhaltung, ihrem Blick und dem Heulen, sowie mit Hilfe von Duftstoffen verständigen sie sich untereinander. Das gemeinsame Heulen der Rudelmitglieder zeigt benachbarten Rudeln an, dass ein Gebiet bereits besetzt ist. Durch dieses Verhalten gehen Wölfe schon von vornherein Konflikten mit anderen Rudeln aus dem Weg und festigen ihren Zusammenhalt. Die einzelnen Mitglieder des Rudels kennen ihre unterschiedlichen Stimmen, so dass das Heulen auch dazu dient, sich bei der Jagd wieder zu finden. Gegenüber den Leitwölfen zeigen die Rudelmitglieder ein Demutsverhalten, das ihre Unterwerfung ausdrückt. Wölfe lernen früh, Signale der anderen Rudelmitglieder zu verstehen und die richtigen Signale auszusenden. Innerhalb des Rudels kommt es daher selten zu Streitereien. Deutliche Signale sorgen schon im Vorfeld für Vermeidung.
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Die Rute
Wölfe zeigen auch mit Hilfe der Rute verschiedene Stimmungen an. Der ranghöhere Wolf trägt seinen Schwanz erhoben, während der rangniedrige seine Stellung zeigt, indem er sich klein macht, die Ohren anlegt und dem anderen Wolf die Schnauze leckt. Der Leitwolf läuft meist aufrecht. Er hat es nicht immer nötig, seine Stellung innerhalb des Rudels zu zeigen. Sein Schwanz hängt daher meist entspannt schräg nach unten. Wenn ein Wolf imponieren möchte, stolziert er mit hoch aufgestelltem Schwanz und gesträubtem Nackenhaar umher, was ihn größer erscheinen lässt. Je unsicherer und unterwürfiger der Wolf, desto niedriger hält er seine Rute. Bei Angst klemmt er den Schwanz zwischen seine Beine. Gleichzeitig legt er die Ohren zurück und macht sich möglichst klein, indem er die Beine einknickt. Bei Angriff hält ein Wolf seine Rute waagerecht und stellt seine Ohren auf.
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