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Schiffsdampfmaschine

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Wenn man das Museum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Henrichenburg betritt, sieht man als erstes eine Schiffsdampfmaschine und eine große Schiffsschraube.

Die hier ausgestellte Dampfmaschine stammt aus einem Dampfschiff und ist ungefähr 80 Jahre alt. Ihre Funktionsweise wird im Museum erklärt und auch vorgeführt.

Die vor ungefähr 300 Jahren erfundene Dampfmaschine brauchte man früher als Antrieb für Lokomotiven, Schiffe und auch für viele andere Maschinen. Auch das alte Schiffshebewerk wurde mit einer Dampfmaschine betrieben.

Die alten Dampfmaschinen waren nicht ungefährlich, und es passierte immer wieder, dass ein Dampfkessel explodierte und auch Menschen kamen bei diesen Unfällen ums Leben. Daher wurde die Dampfmaschine früher auch „Schwarzer Teufel“ genannt.

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Um eine Dampfmaschine in Betrieb zu nehmen, muss der Heizer auf dem Dampfschiff zuerst den Dampfkessel zu zwei Dritteln mit Wasser füllen. Unter dem Dampfkessel (1) wird mit Kohlen ein Feuer gemacht. Wenn das Wasser kocht, wird der Dampf durch ein Zuleitungsrohr (2) in den Schieberkasten (3) geleitet. Durch das Herunterziehen und Heraufdrücken des Schiebers (4) strömt der Dampf abwechselnd von oben und unten in den Zylinder (5), damit der Dampf den Kolben (6) immer wieder herunter- und heraufdrückt. Vom Kolben wird die Kolbenstange (7) so auf- und abgestoßen, dass die Kurbelstange (8) die Kurbel (9) und die Welle (10) herumdreht. Die Welle betreibt jetzt alles, was man will, zum Beispiel eine Schiffsschraube (11), wie du sie hier auf dem gezeichneten Bild sehen kannst.

Eine solche Schiffsschraube befindet sich auch an der Schiffsdampfmaschine im Museum. Diese funktioniert genauso wie die gerade beschriebene.

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Sie unterscheidet sich nur von der einzylindrigen Dampfmaschine dadurch, dass sie drei Zylinder hat, die miteinander verbunden sind. Auch die übrigen Teile kommen dreifach vor. Der Dampf strömt also vom ersten in den zweiten Zylinder, von dort in den dritten und treibt die Schiffsschraube mit drei Kurbeln an. Das kannst du dir an der Museumsdampfmaschine genau anschauen und vorführen lassen.

Der verbrauchte Dampf wurde über den Schornstein abgegeben. Damit das Dampfschiff nicht an Fahrt verlor, musste der Heizer immer wieder Kohle nachschaufeln.

Der Heizer hatte also eine körperlich sehr anstrengende Arbeit zu verrichten – und das in einem Maschinenraum bei 40 Grad Hitze.

Früher fuhren auf den Kanälen und Flüssen viele Dampfschlepper, die andere Schleppkähne ohne Motor an Bord gezogen haben. Die Schleppkähne transportierten Kohle, Erze und Getreide, aber auch Sand und Steine.

Quelle:
Die Wissensseiten zum Thema "Kanalstufe Henrichenburg/Waltrop" entstanden mit freundlicher Unterstützung durch
„Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg; Landschaftsverband Westfalen-Lippe“

Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel.: 02363/97070
www.schiffshebewerk-henrichenburg.de
Literaturangabe: Käptn‘ Henri kennt sich aus; Ein Museumsführer, Lese- und Bastelbuch für Mädchen und Jungen ab 10
Herausgeber: Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg; Landschaftsverband Westfalen-Lippe 1996

Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker

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