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Veilchen - Heilpflanze des Jahres 2007

„Die vom Vorstand des NHV Theophrastus berufene Jury hat für die Vereinstätigkeit einstimmig das Veilchen zur HEILPFLANZE DES JAHRES 2007 gekürt".

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Das Veilchen gehört zu den in Dichtung und Liedern viel gepriesenen Blumen und wird in der Gunst der Menschen nur noch von der Rose übertroffen.

Schon im Altertum schätzte man die zierliche Pflanze wegen ihres angenehmen Duftes. Die Bilder der Hausgötter wurden mit Veilchen geschmückt und Veilchenkränze geflochten, die man bei Festlichkeiten auf dem Kopf trug. 

Das Veilchen (botanischer Name Viola odorata L.), das zur Familie der Violaceae (Veilchengewächse) gehört, hat mehrere Synonyme bzw. Volksnamen wie Duftveilchen, wohlriechendes Veilchen, Heckenveilchen, Märzveilchen, Marienstängel, Osterveigl und Blauröschen.

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Botanische Merkmale

Viola odorata L. trat ursprünglich im Mittelmeergebiet sowie in den atlantischen Randgebieten Europas auf, verbreitete sich aber über ganz Europa und wurde auch als Gartenpflanze in die übrigen Erdteile eingeführt.

Die Pflanze hat einen kurzen, dicken, weichen Erdstamm und treibt Ausläufer. Die Blätter besitzen 1 bis 6 cm lange Stiele, sind herzförmig und von hell- bis tiefgrüner Färbung. Die Blüten werden bis zu 2 cm lang und sitzen einzeln auf dünnen Stielen.

Die Blütenfarbe ist im Allgemeinen tiefblau, in einigen Fällen auch rötlich. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Mai. In der Natur stehen die Veilchen am Fuß von Hecken, an Wald- und Bachrändern und treten meist gesellig auf.

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Historische heilkundliche Anwendung

Der griechische Arzt und „Vater der Heilkunde" Hippokrates (um 400 v.Chr.) benutzte Veilchen zur Behandlung von Kopfschmerzen und Sehstörungen.

Hildegard von Bingen (1098-1179) weist in ihren Schriften auf die gute Wirkung von Veilchenzubreitungen hin. Sie empfiehlt diese bei „Feurigen Augen", „Dreitägigem Fieber", Sehstörungen und Augentrübungen.

"Veilchenstrauß" Ölgemälde von Minni Herzing

Der Botaniker, Arzt und Theologe H. Bock (1498-1554) gibt an, dass Veilchenkraut und -blüten den „Bauch offenhalte und das Herz kräftige".

Noch um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde die Veilchenpflanze auf mehrfache Weise therapeutisch genutzt. In dem 1903 erschienenen Kräuterbuch von F.R. Losch wird auf die „herzstärkende Wirkung" von Veilchenblüten hingewiesen.

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung von
Joachim Harlaß
Leiter Organisationsbüro
NHV Theophrastus
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