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Ein Schiff im Hebewerkstrog

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Nachdem das alte Schiffshebewerk viele tausend Schiffe gehoben und gesenkt hatte, wurde es im Jahre 1969 stillgelegt.

Den Hebewerkstrog, der früher ständig mit Wasser gefüllt war, können sich Besucher jetzt auch von innen anschauen.

Zu diesem Zweck wurde nachträglich ein Eingang eingebaut, denn die wirklichen Ausmaße sieht man am besten, wenn man sich innerhalb des Troges befindet.


Im Museum („Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg Landschaftsverband Westfalen-Lippe) selbst zeigt eine Ausstellung die Geschichte der Binnenschifffahrt und des Kanalwesens.

Anhand von Fotos kann man die Funktionsweise des alten Hebewerks und das Passieren der Schiffe besichtigen.

Abb Auf dem Foto kannst du gut erkennen, dass dieses Schiff gerade noch in den Trog hineinpasste. Die Schiffskapitäne mussten ihr Schiff gut steuern können und ganz vorsichtig in den Trog hineinfahren.

Dieses Schiff fährt gerade vom oberen Kanal in den Trog hinein. Kurz zuvor waren das Kanaltor und das Trogtor hochgezogen worden, um die Schiffseinfahrt freizugeben.

Nachdem das Schiff ganz in den Trog hineingefahren war, musste es von der Schiffsbesatzung mit dicken Seilen am Trog festgebunden werden. Die Schiffer nennen das auch „festmachen“.

Das war sehr wichtig, damit das Schiffe bei der Fahrt nach unten nicht hin- und herschaukelte.

Auf dem zweiten Bild befindet sich das Schiff schon fast ganz im Trog. Danach ließ der Wärter die beiden Tore wieder herab.

Sobald sie fest verschlossen waren, gab er seinem Arbeitskollegen im Motorhaus das Zeichen zur Abfahrt. Langsam setzte sich der Trog in Bewegung.

 

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Hier hat der Trog ein gutes Stück seiner Fahrt nach unten schon geschafft.

Man kann schon auf den unteren Vorhafen sehen. Es dauert nicht mehr lange...


... und der Trog ist mit dem Schiff am 14 Meter tieferliegenden unteren Kanal angekommen. Mit ein paar schnellen Griffen löst die Schiffsbesatzung die dicken Seile vom Trog.

Die Tore zum unteren Kanal sind schon hochgezogen. Das Schiff fährt gerade aus dem Trog heraus und kann seine Fahrt in Richtung Nordsee oder zum Rhein fortsetzen.

Eine solche Senkung oder Hebung dauerte zweieinhalb Minuten. Rechnet man die Ein- und Ausfahrtzeit eines Schiffes dazu waren es zwölfeinhalb Minuten.

 

Quelle:
Die Wissensseiten zum Thema "Kanalstufe Henrichenburg/Waltrop" entstanden mit freundlicher Unterstützung durch
„Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg; Landschaftsverband Westfalen-Lippe“

Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel.: 02363/97070
www.schiffshebewerk-henrichenburg.de
Literaturangabe: Käptn‘ Henri kennt sich aus; Ein Museumsführer, Lese- und Bastelbuch für Mädchen und Jungen ab 10
Herausgeber: Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg; Landschaftsverband Westfalen-Lippe 1996

Foto 1: Medienwerkstatt Mühlacker

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