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Die Stockwerke des Waldes

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Die Laubwälder und Laubmischwälder in Mitteleuropa zeigen einen Aufbau aus mehreren Stockwerken: Baumschicht, Strauchschicht, Krautschicht, Moosschicht oder auch Bodenschicht.

Das oberste und zugleich auch größte Stockwerk des Waldes ist die Baumschicht.

Die hohen Laubbäume wie Buche, Eiche und Ahorn bilden mit einer Höhe von bis zu 40 m das Blätterdach des Waldes.

Hier können die Blätter viel Sonnenlicht einfangen. Die Pflanzen, die in den Stockwerken darunter wachsen, sind abhängig von der Dichte dieses Blätterdaches.

Je mehr Licht auf den Waldboden gelangt, desto größer ist die Artenvielfalt in einem Wald.

Für viele Tierarten bildet die Baumschicht des Waldes den Lebensraum: Eichhörnchen, Raubvögel, Insekten, Meisen, Baummarder, Buntspecht ...

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Die nächste Schicht ist die so genannte Strauchschicht, die bis zu einer Höhe von etwa 5 m reicht.

Hier wachsen neben Holunder, Haselstrauch, Weißdorn, Himbeer- und Brombeersträuchern usw. auch die jungen Bäume, die später einmal zur Baumschicht gehören werden.

Die Vielfältigkeit der Sträucher hängt von der Art des Waldes und dem damit verbundenen Lichteinfall ab.

Besonders am Waldrand und auf Lichtungen können sich die Sträucher besonders gut entfalten und sind für viele Tiere mit ihren Blüten und Früchten ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

In der Strauchschicht leben u.a. die Haselmaus, die Waldspitzmaus und viele Vogel- und Insektenarten.

Anderen Tieren wie dem Rotwild, aber auch den Wildschweinen oder dem Fuchs bietet die Strauchschicht mit ihrem Dickicht aber auch die Möglichkeit sich zurückzuziehen.

 

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Unter der Strauchschicht liegt die so genannte Krautschicht, die sich etwa bis in ein Meter Höhe erstreckt.

 

Hier wachsen vor allem Gräser, Farne und Blütenpflanzen.

Die Blütenpflanzen des Waldes sind vorwiegend Frühlingsblüher, die ihre Energie in Knollen oder Zwiebeln speichern und so noch vor dem Blattaustrieb der Bäume blühen.

Später hätten sie keine Chance mehr, weil das Blätterdach der Bäume den Waldboden dann zu sehr verdunkelt.

 

Nur auf Waldlichtungen wachsen und gedeihen Blütenpflanzen auch im Sommer.

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Die unterste Schicht bildet die Moosschicht oder auch Bodenschicht. Hier wachsen vor allem Moose und Pilze.

Auch das tote Laub zählt zu dieser Schicht.

Zwar wird diese Schicht des Waldes nur wenige Zentimeter hoch, doch sie ist für den Wald von ganz besonderer Bedeutung.

Denn hier können Wasser und Nährstoffe gespeichert werden.

Insbesondere ein dicker und weicher Moosteppich kann sich wie ein Schwamm voll Wasser saugen und hilft so den anderen Pflanzen beim Wachstum.

In der Moos- und Bodenschicht des Waldes leben unzählige Lebewesen, die den Abfall zersetzen und dafür sorgen, dass daraus Humus entsteht.

Ohne die Schnecken, Regenwürmer, Asseln und viele andere Tiere würde der Wald sonst im eigenen Müll umkommen.

Hier ist aber auch der Lebensraum für Spinnen, Reptilien und viele Insektenarten.

 

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Quelle:
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