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Regenwurm

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Regenwürmer gehören zu den Ringelwürmern. Sie kommen außer in den Polargebieten und in den Wüsten weltweit vor.

In Mitteleuropa sind etwa 40 verschiedene Arten von Regenwürmern bekannt.

Die bis zu 30 Zentimeter langen Würmer sind geringelt und weisen einen bräunlichen oder rosa gefärbten Körper auf.

Sie haben in jedem der vielen Körperringel vier Paar kurze Borsten, die nach hinten gerichtet sind.

Bei der Fortbewegung greifen diese Borsten in den Boden.

Durch ein sich abwechselndes Vorstrecken und Zusammenziehen ihres Körpers können sich die Regenwürmer fortbewegen.

Von der typischen Ringelung ist nur der Kopfabschnitt ausgespart, den man dadurch von den übrigen Körperabschnitten unterscheiden kann.

Hier hat der Regenwurm seine Mundöffnung und etwas weiter dahinter befinden sich seine Geschlechtsorgane.

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Alle anderen Körperabschnitte eines Regenwurms sind ansonsten gleich. In jedem der Abschnitte hat er zwei Nervenknoten und zwei kleine Nieren.

Das Nervensystem, die Blutgefäße an Bauch- und Rückenseite und der Darm ziehen sich durch den ganzen Körper eines Regenwurms.

Das rote Blut des Regenwurmes hat ebenso wie bei den Menschen auch die Aufgabe, alle Organe sowohl mit Nährstoffen als auch mit Sauerstoff zu versorgen.

Ein Skelett ist bei den Regenwürmern nicht vorhanden.

Sie verfügen weder über Augen und Ohren noch eine Nase.

Regenwürmer können nur durch Licht-Sinneszellen an ihrem Vorder- und Hinterende zwischen Hell und Dunkel unterscheiden und sich so orientieren.

Die Regenwürmer sind Zwitter, die sich wechselseitig befruchten.

 

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Der Regenwurm verfügt weder über Lungen oder Kiemen, vielmehr atmet er über die Haut.

Sie können mit ihrer ganzen Körperoberfläche, wenn sie feucht genug ist, Sauerstoff aufnehmen. Bei direkter Sonneneinstrahlung können sie schnell austrocknen und sterben.

Sie schützen sich durch Schleimproduktion vor den für sie gefährlichen Sonnenstrahlen. Drüsen an ihrem Körper scheiden zu diesem Zweck eine schleimige Körperflüssigkeit aus.

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Bei Regenwetter kannst du die Regenwürmer am besten beobachten, denn dann kommen sie an die Erdoberfläche, weil ihre Gänge im Erdreich voll Wasser laufen, und sie dann nicht mehr atmen können.

Die bei uns bekannteste Art ist der Gemeine Regenwurm (lat.: Lumbricus terrestris).

Er tritt in Garten- und Ackerböden auf, wo er die Erde durch sein Wühlen lüftet und auflockert.

Weil die Regenwürmer pausenlos Erde fressen und auch wieder ausscheiden, bereiten sie den Boden auf und lagern ihn um. Dadurch erzeugen sie den wertvollen Humus.

Die Regenwürmer, die auf einem Hektar Boden leben, scheiden im Jahr 40 - 50 Tonnen fruchtbaren Kot aus.

Die Lebensdauer eines Regenwurmes beträgt etwa 2 Jahre, wenn er nicht vorher von anderen Tieren gefressen wird. Denn er hat viele natürliche Feinde: Mäuse, Ratten, Igel, Kröten, Störche, Maulwürfe und viele Vogelarten.

 

Die Wintermonate (Dezember bis Februar) verbringen die Regenwürmer in Mitteleuropa in einer Art Kältestarre tief im Boden.

Die weit verbreitete Meinung, dass beide Hälften eines Regenwurmes weiterleben, wenn man den Wurm in der Mitte zerteilt, ist falsch.

Nur der vordere Teil des Wurms kann eventuell überleben und den verloren gegangenen Teil ersetzen.

Doch meistens stirbt der Regenwurm an den Infektionen, die durch die Wunde hervorgerufen werden.

 

Quelle:
Fotos: © 2007 Medienwerkstatt Mühlacker (MF)

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