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- Die Schleifmühle Schwerin

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Die Schleifmühle Schwerin liegt am Rand des Schlossgartens am Ufer des Faulen Sees.

Sie ist die einzige funktionstüchtige, mit Wasserkraft betriebene Vorführanlage für das Schleifen großer Steine in Europa.

Um das Jahr 1705 wurde die Wassermühle zunächst als Lohmühle errichtet, war dann eine Graupenmühle und wurde 1755 zu einer Steinschleiferei umgerüstet.

In den Jahren von 1845 bis 1857 arbeitete die Mühle vorwiegend für den Umbau des Schweriner Schlosses und unterstand der Leitung von Georg Adolph Demmler.

Geschnitten, geschliffen und weiter verarbeitet wurden hier große Fels- und Steinblöcke aus Granit, Sandstein und Marmor, um daraus Tischplatten, Fensterbänke, Kaminverkleidungen und Treppenstufen herzustellen.

Aber auch Minerale wie Achat, Amethyst, Jaspis und sogar Benstein wurden hier bearbeitet, um allerlei kunstvolle Gegenstände (Leuchter, Vasen, Briefbeschwerer, Schachbretter ...) daraus herzustellen.

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Als der Umbau des Schweriner Schlosses beendet war, verlor man das Interesse an den Produkten der Schleifmühle.

Im Jahre 1904 wurden die Arbeiten in der Mühle aufgrund der Baufälligkeit des Gebäudes eingestellt.

Bevor im Jahre 1985 wurde das Mühlengebäude umgebaut und die Säge- und Poliertechnik des 18. Jahrhunderts rekonstruiert wurden, stand die Mühle 81 Jahre still.

Bis zum Jahre 1996 war Schauanlage eine Außenstelle des Historischen Museums Schwerin.

Als sie geschlossen werden sollte, übernahm der Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e.V. als Förderverein die Anlage, um sie zu erhalten und weiterhin zu betreiben.

 

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So können interessierte Besucher die Steinsäge besichtigen und die Funktionsweise der historischen Schleif- und Poliereinrichtung sehen.

Ferner sind steinerne Kunstwerke zu besichtigen, die in der Schleifmühle angefertigt wurden und früher die Mecklenburgischen Schlösser und Kirchen zierten.

In der Schleifmühle kann außerdem eine Sammlung geschliffener Minerale und Halbedelsteine besichtigt werden.

Im Außenbereich können die Besucher die schwere Technik aus nächster Nähe ansehen, unter anderem das aufgebaute Sägegatter. Auch das große Wasserrad ist von außen zugänglich.

 

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Wenn das Wehr geöffnet wird, setzt sich das fast 4,5 Meter große Wasserrad an der Außenseite der Schweriner Schleifmühle in Bewegung.

Über eine hölzerne Mechanik beginnen die angeschlossenen Geräte im Inneren der Mühle mit dem Trennen und Polieren von Granitsteinen.

Dicke, ungezahnte Eisen in einem Sägewagen schneiden sich langsam und äußerst geräuschvoll durch einen 60 cm hohen Granitblock und vermitteln dem Besucher die Atmosphäre einer historischen Steinschleiferei.

Weitere Informationen zur Schleifmühle Schwerin unter: Schleifmühle und den Vorstand des Stadtgeschichts- und-museumsvereins Schwerin e.V. :

Tel.: 0385-562751

Fax: 0385-34300696

eMail: info@schleifmuehle-schwerin.de

Die Schleifmühle ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, montags bleibt sie außer für angemeldete Gruppen geschlossen. 

Gruppen und Schulklassen nur nach vorheriger Anmeldung.

 

Quelle:
Fotos: Copyright © 2007 Medienwerkstatt Mühlacker (MF)

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