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Frühling und Sommer gefährlich für Kaninchen!

Abb Kaninchen sind beliebte Haustiere von Kindern. Gerade in der warmen Jahreszeit sind diese Tier besonders gefährdet. So sterben zahlreiche Kaninchen im Frühling und Sommer an einem Madenbefall von Fleisch- und Schmeißfliegen - der sogenannten Myiasis. Bei feucht-warmem Klima ist die Gefahr am größten.

Daniela Rost, Tierärztin der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN erläutert: „Die Fliegen legen ihre Eier bevorzugt in Wunden oder in den Hautfalten der Geschlechtsteile ab. Besonders anfällig sind an Durchfall erkrankte oder in ihrer Bewegung eingeschränkte Tiere.“

Aus den Fliegeneiern können sich in nur wenigen Stunden Larven entwickeln. Die Larven ernähren sich an der Körperoberfläche noch von Körperflüssigkeiten oder Exkrementen. Schnell dringen sie über Körperöffnungen wie Wunden, After, seltener über die Ohren in die Unterhaut ein. Dort ernähren sie sich vom Körpergewebe und zerstören es. Dabei sondern die Larven giftige Stoffwechselprodukte ab, die sehr häufig zu einem Giftschock des Kaninchens und in der Regel zu dessen Tod führen.

Um Fliegen von den Kaninchen fern zu halten, sollte nicht gefressenes Frischfutter rasch aus dem Gehege entfernt sowie die Kaninchentoilette täglich gereinigt werden.

Die Tierärztin von VIER PFOTEN rät: „Je früher der Befall erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, das Tier zu retten. Kaninchen sollten gerade bei feucht-warmem Wetter täglich auf Wunden und Madenbefall in den Hautfalten untersucht werden. Die Fliegenlarven sind ca. 0,5 cm lang, dicklich, weiß, sehr beweglich und schnell. Werden Fliegenmaden oder Symptome wie verstärktes Kratzen, unkontrollierte Zuckungen, Lethargie, Fressunlust oder Futterverweigerung beobachtet, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.“

Haben die Maden noch nicht die inneren Organe befallen und ist noch kein Schock eingetreten, kann das Tier bei sofortiger Reinigung und Behandlung der Wunde gerettet werden. Liegt ein Schockzustand vor, gibt es nur noch wenig Hoffnung auf Rettung. Sind die Maden bereits in die Körperhöhle eingedrungen, muss das Tier umgehend eingeschläfert werden.

Auch in Wohnungen gehaltene Kaninchen können von Fliegenmaden befallen werden.

 

 

Quelle:
Text: Copyright VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
Foto: Medienwerkstatt Mühlacker

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