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Die Amsel (ab Klasse 2)

Die Amsel ist eine der größten unserer heimischen Drosseln.

Vor hundert Jahren waren die Amseln noch scheue Waldvögel.

Doch sie gewöhnten sich immer mehr an den Menschen und sind inzwischen fast überall zu entdecken.

So findet man die Amsel heute sogar in Großstädten.

In unseren Gärten, Parks und Wäldern sind Amseln die häufigsten Vögel in Deutschland.

Amseln, die in Dörfern und Städten leben haben sich zwar an die Nähe der Menschen gewöhnt, doch sie bleiben immer vorsichtig.

Ausgewachsene Amselmännchen und Amselweibchen kann man gut unterscheiden.

Das Männchen hat ein tiefschwarzes Gefieder.

Sein Schnabel und die Augenringe sind leuchtend orangegelb.

Das Weibchen hat dunkelbraune Federn und eine heller gefärb­te Unterseite.

Im Frühjahr hat es einen gelben Schnabel mit schwarzer Spitze.

 

Im Herbst wird der Schnabel dann braun wie bei den Jungvögeln.

Die jungen Amseln sind den Weibchen ähnlich.

Sie erscheinen aber zunächst mehr rotbraun und deutlicher gefleckt.

Ein Amselmännchen kann eine Länge von bis zu 29 cm erreichen. Die weiblichen Amseln sind zwischen 23 und 25 cm groß.

Die Amsel ist ein Allesfresser. Sie sucht sich ihre Nahrung hauptsächlich am Boden.

Das ganze Jahr frisst sie kleine Mengen an tierischer Nahrung.

 

Besonders in den Morgen- und Abendstunden kann man die Amseln bei ihrer Nahrungssuche beobachten.

Unter Falllaub oder auf Rasenflächen macht sie sich auf die Suche nach kleinen Insekten, Maden, Schnecken und Regenwürmern.

Dabei hüpft sie in kleinen Sprüngen vorwärts.

Sobald sie etwas entdeckt hat, sitzt sie mit schräg gehaltenem Kopf ganz still auf dem Boden, um nach den Tieren zu lauschen.

Besonders in den Wintermonaten leben die Amseln von Beeren und Früchten, die sie sich an Bäumen und Sträuchern suchen.

Während der Brutzeit ernähren sich die Amseln fast ausschließlich von tierischer Nahrung.

Besonders der Regenwurm spielt eine wichtige Rolle bei der Ernährung der kleinen Amseln.

Zum Singen suchen sich die Amseln meistens einen auffälligen freien Platz.

Sie sitzen oft oben in einem Strauch oder Baum oder auf einem Dachfirst.

Ihr schöner Gesang ist vor allem am frühen Morgen und abends zu hören.

Ihre Lieder bestehen aus vielen Flötentönen, die sich immer wieder anders anhören.

Und jede Amsel hat ihren ganz eigenen Gesang, an dem man sie sogar unterscheiden kann.

Dazu muss man eine Amsel natürlich schon gut kennen und lange genug beobachtet haben.

Für ihren Nestbau sucht sich die Amsel Zweige, Pflanzenstängel, Wurzeln, Halme und Moos.

Das Nest wird nur vom Amselweibchen gebaut.

 

Es errichtet das Nest meistens in Zweigen niedriger Bäume, in Sträuchern, auf Dachfirsten, in Felsspalten und Mauerni­schen.

Wenn das Amselweibchen sein stabiles Nest gebaut hat, verkleidet es die Nestmulde mit feuchter Erde oder feuchtem Lehm.

Innen wird das Nest auch oft mit feinem Pflanzenmaterial ausgekleidet.

Ein Amselpärchen hat in einem Jahr 2 bis 3 Bruten mit jeweils etwa 3 bis 5 Eiern.

Das Amselweibchen brütet die Eier allein aus. Das Männchen sitzt nur sehr selten auf dem Gelege.

Nach zwei Wochen schlüpfen die jungen Amselkinder. Sie sind bei der Geburt nackt und blind.

Sie sind Nesthocker und bleiben etwa 12 bis 16 Tage im Nest. In dieser Zeit werden sie von den fleißigen Amseleltern eifrig gefüttert.

Zunächst ergibt sich nur das Männchen auf Nahrungssuche.

Es sammelt vor allem Regenwürmer, Insekten und Früchte.

Das Weibchen bleibt zunächst im Nest. Es wärmt die kleinen Amseln und reinigt das Nest von Kot.

Etwas später begeben sich dann beide Amseleltern auf die Nahrungssuche.

Wenn ein Elternteil zurückkommt, strecken die immer hungrigen Jungen ihren Hals nach oben und sperren den Schnabel ganz weit auf.

Die Eltern stopfen das gesammelte Futter in den orangegelb gefärbten Rachen hinein.

Oft fliegen sie den ganzen Tag über vom frühen Morgen bis zum späten Abend, um die hungrigen Amselkinder satt zu bekommen.

Nach 12 bis 16 Tagen verlassen die Amselküken das Nest.

Denn durch die gute Pflege der Eltern sind sie so gewachsen, dass es im Nest zu eng wird.

Weil ihre Flügel und Schwanzfedern noch zu kurz sind, können sie noch nicht fliegen.

Sie bewegen sich zunächst nur hüpfend auf dem Boden.

Hier werden sie von den Amseleltern noch drei Wochen gefüttert.

Sie verstecken sich in dieser Zeit in Sträuchern und sind oft nur schwer zu entdecken.

Viele der kleinen Amseln fallen in dieser Zeit den Katzen und Elstern zum Opfer.

Doch es überleben immer genug kleine Amseln, um dann selbständig auf Futtersuche zu gehen und die Welt auch im Flug zu erkunden.

Quelle:
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Hinweis für Lehrpersonen: Viele weitere Materialien zur Amsel unter: www.grundschulmaterial.de

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