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Tiere keulen

Die größte Entenkeulung in der Geschichte Deutschlands

Ende August 2007 und Anfang September 2007, also innerhalb von nur zwei Wochen, wurden im Bundesland Bayern mehr als 350.000 kleine Entenküken getötet, weil in Ihrem Bestand eine Krankheit aufgetreten ist.

Und weil einige erkrankt sind, mussten nach Auffassung der zuständigen Bayerischen Behörden gleich alle "gekeult" werden. Massenhaftes Töten von Tieren wird mit dem Begriff "keulen" bezeichnet.

Das Verb "keulen" ist im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm beschrieben und bedeutet "...mit der Keule niederschlagen...".

Die Gesellschaft für deutsche Sprache leitet das Verb "keulen" ebenfalls vom Namenwort Keule ab. Diese Bezeichnung hat sich in der deutschen Sprache gehalten, weil früher Tiere häufig von den Menschen mit Keulen erschlagen wurden.

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Tiertötung mit Strom und Gas

Die bayerischen kleinen Enten wurden aber nicht mit Keulen erschlagen. Das hätte viel zu viel Zeit gebraucht und wäre auch zu teuer gewesen. Die Enten wurden nach Auskunft von Tierärzten in drei Tötungsanlagen geschleust, in denen sie entweder mit Elektroströmen oder Gas umgebracht wurden. Die toten Tiere wurden anschließend mit Lastwagen zu Tierkörperbeseitigungsanlagen transportiert.

Schuld daran, dass so viele Tiere innerhalb kürzester Zeit getötet wurden ist die Tatsache, dass es erlaubt ist, unbegrenzt viele Tiere auf engstem Raum in Industriehallen bis zur Schlachtung einzusperren.

Besserer Tierschutz kann das zukünftig verhindern

Alle Tierschützer und Tierschutzverbände in Deutschland kritisieren solche Formen von Tierhaltung, die nach den Regeln von Industriebetrieben arbeiten. Bei der Tierhaltung soll man zum Beispiel nicht aus Kostengründen am Platz für die Tiere sparen.

Es darf nicht sein, dass zehntausende oder sogar hundertausende von Tieren auf engstem Raum eingesperrt werden. Massentierhaltungen, wie hier in Bayern dürfen nicht sein, der Bayerische Staat muss ganz schnell Gesetze erlassen, dass den Tieren in der Zukunft diese Qälerei erspart bleibt.

Wenn ihr ebenso wie die Tierschutzverbände auch wollt, dass Enten, Schweinen, Rindern, Hühnern in der Zukunft das massenhafte Eingesperrtsein in Fabrikhallen erspart werden soll, dann müsst ihr dagegen protestieren

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Quelle: Foto Medienwerkstatt (MH)

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