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Willi Fährmann: „Der überaus starke Willibald“

Eine Inhaltsangabe zum Buch „Der überaus starke Willibald“ 

Abb In seinem Buch „Der überaus starke Willibald" erzählt Willi Fährmann einen Teil der deutschen Geschichte auf kindgerechte Art und Weise: den Nationalsozialismus.

Die Hauptdarsteller in diesem Buch sind Mäuse, an deren Verhaltensweisen das Aufkommen des Nationalsozialismus beschrieben wird.

Das friedliche Zusammenleben der Mäuse wird eines Tages plötzlich gestört.

Lillimaus bemerkt, dass die Tür zum Garten offen ist, und somit eine Katze ungehindert ins Haus kommen kann. In dieser Gefahrensituation gelingt es dem überaus starken Willibald, die Macht an sich zu reißen.

Er setzt den Präsidenten ab und sich selbst zum Boss über die Mäuse ein. Unterstützt wird er dabei von der dicken Hermannmaus und dem schlauen Mäusejosef.

Die Schuld an der offenen Tür wird auf Lillimaus abgeschoben, denn sie ist schließlich anders als die anderen Mäuse, nämlich ein Albino. Willibald behauptet einfach, durch diese Andersartigkeit werde die Katze angelockt.

Abb Nachdem Willibald die Macht an sich gerissen hat, regiert er mit Angst, Strafe und Gewalt. Durch die von ihm verordnete ständige und teilweise sinnlose Arbeit versucht er, die Mäuse am Denken zu hindern. Sie müssen lernen zu marschieren und Erbsen ausstreuen, um so ein Warnsystem für die Katze zu haben.

Willibald lässt die Fenstervorhänge zuziehen - angeblich damit die Katze nicht ins Haus sehen kann. Doch die Wahrheit ist, dass die Mäuse nicht mehr in den Garten sehen können, ob es diese für sie gefährliche Katze überhaupt gibt.

Lillimaus wird schließlich in die Bibliothek verbannt, ein für Mäuse sehr ungünstigster Aufenthaltsort, denn hier lässt sich nichts zu fressen finden.

In ihrer Einsamkeit lernt Lillimaus schließlich lesen und beginnt, den Mäusen Geschichten zu erzählen und vorzulesen.

Nur zu bald erkennt der Mäusejosef, dass einige Mäuse zu nachdenklich und kritisch werden, und so wird auch das Vorlesen verboten.

 

Abb Willibald hingegen schmiedet einen kühnen Plan: Er beschließt, den „Mäusehimmel" (Schinken und Würste an der Decke) zu stürmen. Mit Hilfe von Bauklötzen, die in der Küche stehen, sollen die Mäuse einen Turm zum „Mäusehimmel“ errichten.

Nacht für Nacht werden die Mäuse trainiert und schikaniert, um diesen Turm zu bauen. Weil die Nächte dafür zu kurz sind, beschließt Willibald schließlich, die Zeit anzuhalten, indem er die Uhr anhält.

Doch wie Mausephilipp, der Freund von Lillimaus, schon prophezeit hatte, misslingt dieser Plan. Der Turm stürzt in sich zusammen, als die Menschenköchin erscheint. Willibald macht den Mausephilipp für das Scheitern des Plans verantwortlich und lässt ihn zur Strafe aus dem Fenster in den Garten stürzen.

Abb Entsetzt und schockiert beschließt Lillimaus, nun doch wieder Geschichten von Tyrannen vorzulesen.

Zur Strafe soll auch sie in den Garten verbannt werden, doch der duftende Speck in einer Mausefalle kann ihren Tod gerade noch verhindern. Lillimaus warnt die Mäuse vor der Gefahr.

In der Aufregung fegt Willibald mit seinem Schwanz über den Speck und die Falle schnappt zu. Mit nur noch der Hälfte seines Mauseschwanzes ist er nun nicht mehr so furchteinflößend und stark wie zuvor. Die Herrschaft von Willibald, Mäusejosef und der dicken Hermannmaus bricht zusammen und die alte Lebensweise kehrt wieder bei den Mäusen ein.

„Der überaus starke Willibald" ist mehr als nur ein Kinderbuch. Es ist durchaus auch ein lesenswertes Buch für Erwachsene und vor allem aber eine Aufforderung zu Menschlichkeit und freier Meinungsäußerung.

 

Quelle:
Foto: Medienwerkstatt
Signatur: Willi Fährmann im Mai 2002

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