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Altherren-Fußball

Im Sport werden Seniorenspieler, die über 30 Jahre alt sind, oft als "Alte Herren" bezeichnet.
Manchmal werden sie belächelt, weil man annimmt, dass ihr Spiel nun langsam und behäbig wird.
Das ist aber nicht immer so, denn ab und zu spielen sogar ehemalige Bundesligaspieler bei den "Alten Herren" mit.
Besonders spielstark sind natürlich die sogenannten Traditionsmannschaften, wenn die Mannschaft ausschließlich aus ehemaligen Profis besteht.

 

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Die "Alten Herren" spielen in eigenen Ligen.
Weil die Freude und der Spaß am Fußballsport im Vordergrund steht, werden in der Regel Freundschaftsspiele ausgetragen.
Im Sommer gibt es manchmal auch Turniere.
Hier bekommt man dann Punkte für einen Sieg und auch das Torverhältnis ist entscheidend.
Bei Pokalspielen wird nach dem K.o.-System gespielt, der Verlierer scheidet dann aus.

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Bei den "Alten Herren" kann man mitspielen, wenn man über 30 Jahre alt ist.
In manchen Gegenden muss man mindestens 32 Jahre alt sein.
Wenn es in einer Gegend viele Vereine gibt, bei denen viele ältere Seniorenspieler mitspielen, können auch noch weitere Spielklassen gebildet werden.
So gibt es die "Altliga" für Spieler von 40 – 50 Jahren und auch die "Superaltliga" für Spieler ab 50 Jahren.

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Da aber bei den meisten Vereinen die „Spielerdecke“ immer dünner wird, kommt es auch zu Mischformen.
Dann kann es vorkommen, dass in einer Altligamannschaft jüngere oder auch ältere Spieler aushelfen müssen, damit die nötigen 11 Spieler auf dem Platz stehen.
Es ist dann keine Seltenheit, wenn z.B. ein 53-jähriger Spieler gegen einen 35-Jährigen spielen muss.
Das ist natürlich eigentlich ungerecht, aber bei den Altherrenspielen sollte der Spaß am Fußball im Vordergrund stehen, auch wenn man natürlich jedes Spiel gewinnen möchte.
Gespielt wird selbstverständlich nach den offiziellen Fußballregeln, allerdings werden einige Ausnahmen gemacht.
So wird vor dem Spiel abgesprochen, wie lang das Spiel dauern soll.
In der Regel beträgt die Spielzeit 2 mal 35 Minuten.
Bei den Spielen der "Superaltliga" reichen oft auch 2 mal 30 Minuten.
Die Anzahl der Auswechselspieler ist nicht begrenzt.
Es darf auch „fliegend“ gewechselt werden.
Das bedeutet, dass keine Spielunterbrechung abgewartet werden muss, um einen Spieler auszuwechseln.
Auch darf ein Spieler, der ausgewechselt wurde, wieder eingewechselt werden.
Die größte Ausnahme bei den Spielen der Altherrenmannschaften ist allerdings die Tatsache, dass es hier eine dritte Halbzeit gibt.
Gemeint ist damit das gemütliche Beisammensein in der Kabine nach dem Spiel.
Hier werden nochmals alle Spielsituationen besprochen.
Nicht selten kommt bei der Besprechung einer Niederlage heraus, dass man doch eigentlich gewonnen hat, weil z.B. der Schiedsrichter zu viele Fehlentscheidungen getroffen hat oder die Gegenspieler so viel jünger oder schlanker waren.
Die Länge der dritten Halbzeit ist nicht vorgegeben.
Allerdings kann es schon passieren, dass sie so lange dauert, wie die erste und zweite Halbzeit zusammen.
Das hängt damit zusammen, dass die meisten Platzwarte es zulassen, dass nach dem Spiel die durstigen Kehlen die kalten Getränke bekommen, für die vor der Sportschau oder vor den Champions-League-Spielen im Fernsehen Reklame gemacht wird.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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