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Narwal

Aussehen 

Abb Narwale gehören zu den Zahnwalen und - wie die Belugawale, mit denen sie verwandt sind - zur Familie der Gründelwale.

Ein Narwal wird 4 bis 5 m lang.
Das Männchen wiegt etwa 1,5 t, das Weibchen etwas weniger als 1 t.
Eine Finne besitzt der Narwal nicht, entlang des hinteren Rückens hat er dafür aber eine Reihe von Höckern. Die Flipper (Brustflossen) sind recht kurz und am Ende nach oben gebogen. Die Fluke ist am hinteren Rand auf beiden Seiten stark nach außen gebogen und unterscheidet sich damit deutlich von den Fluken aller anderen Wale. Am Kopf befindet sich eine dicke Stirn. Der Mund ist sehr klein und schmal, die Mundwinkel sind nach oben gebogen.

Die Körperfarbe des Narwals ist ein sehr helles Braun bis Weiß. Der Kopf und Nacken sowie der Rücken sind dunkel, fast schwarz, ebenso die Ränder der Flipper und der Fluke. Die Seiten sind mit grauen und schwarzbraunen Flecken gesprenkelt.

Ein besonderes Merkmal der (meist männlichen) Narwale ist der Stoßzahn. Man nennt diese Walart deshalb auch manchmal "Einhornwal". Der Stoßzahn kann 2 bis 3 m lang werden. Es handelt sich dabei meist um den linken vorderen Zahn, der durch die Oberlippe wächst und schraubenförmig gedreht ist. Wegen des Elfenbeines dieser Stoßzähne wurde und wird der Narwal von den Ureinwohnern (Inuit) der Arktis gejagt.

 

Vorkommen und Verhalten 

Narwale findet man in arktischen Gewässern in der Nähe des Eises. Häufig kommen sie um Grönland, in der Baffinbay und Hudsonbay sowie entlang der nördlichen Küste Sibiriens vor.
Im November, wenn das Meer abgekühlt ist und sich das Eis zu bilden beginnt, kommen ganze Narwalschulen in die großen Fjorde.

Narwale sind gesellige Tiere, die in Gruppen von bis zu 10 Familienmitgliedern zusammenleben.
Mit sieben bis 12 Jahren können die Weibchen das erste Mal Junge bekommen. Die Tragzeit dauert etwa 14 bis 15 Monate. Das Junge ist bei der Geburt etwa 150 cm lang und wiegt 80 kg. Es wird ungefähr zwei Jahre gesäugt.

Die Lebensdauer der Narwale beträgt 30 bis 40 Jahre.

Nahrung 

Zum Speiseplan der Narwale gehören hauptsächlich Fische, Tintenfische und Krebstiere. Sie werden durch den von den kräftigen Lippen und der Zunge erzeugten Sog in den Mund gesaugt. Pro Tag frisst ein Narwal etwa 45 bis 80 kg. Für die Beutesuche taucht er bis zu 500 m tief. Um seine Nahrung zu finden nutzt er sein „Sonarsystem“, wozu er starke Klicklaute aussendet. Weitere Laute wie Pfeifen, Keuchen und Klickserien (meistens im für uns nicht hörbaren Ultraschallbereich) dienen der Verständigung mit anderen Narwalen.

Narwale werden bedroht durch Veränderungen des Lebensraumes sowie durch Gifte und Umweltverschmutzung, die in der Arktis zunehmen und die die Fortpflanzung dieser Wale gefährden.
Forscher arbeiten mit Gruppen von Ureinwohnern zusammen, um sicherzustellen, dass die Jagd auf Narwale verringert wird und die Bestände stabil bleiben.

 

Quelle:
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von OceanCare, www.oceancare.org (2005)

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