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Entstehung des Krippenbrauches - Kurzfassung

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Das Lukasevangelium sagt, dass Maria ihren Sohn in Windeln wickelte und in eine Vertiefung im Stallboden legte, aus der die Tiere ihr Futter fraßen.

Das deutsche Wort Krippe geht wahrscheinlich auf die indogermanische Sprachwurzel „ger" zurück, die so viel bedeutet wie krümmen, winden und flechten.

In seinem Wortsinn hängt es mit Flechtwerk zusammen. Futterkrippen waren lange Zeit geflochtene Behälter.

Die Idee zu einer der ersten Weihnachtskrippe hatte der Heilige Franz von Assisi.

Er hielt bereits im Jahre 1223 in Greccio in Italien am 25. Dezember eine Krippenfeier mit lebenden Tieren ab.

In eine echte Futterkrippe ließ Franz von Assisi ein aus Wachs geformtes Jesuskind legen. Einige seiner Anhänger stellten die Hirten dar.

Maria und Josef wurden bei dieser ersten Krippe noch nicht dargestellt.

Zu dieser Mitternachtsmette in einem Wald bei Greccio lud Franz von Assisi viele Menschen der Umgebung ein. Heute steht an dieser Stelle ein großes und bekanntes Krippenmuseum.

Mit dieser Mitternachtsmette hat der Heilige Franz von Assisi eine Tradition gestiftet, die sich bis heute erhalten hat.

Daher wird Franz von Assisi auch oft als der Vater des Krippenbaus bezeichnet.

Doch da nicht alle Kirchen, Klöster und Gläubigen eine reale Krippe verwirklichen konnten, wurden die lebenden Figuren durch geschnitzte Figuren ersetzt.

Eine Weihnachtskrippe stellt die mit der Geburt Christi verbundenen Ereignisse dar, indem in einem dreidimensionalen Raum die Figuren so verteilt werden, dass sie dem Betrachter die Weihnachtsbotschaft vor Augen führt.

Die Heimat der Krippen blieb zunächst Italien. Ihre Verbreitung in ganz Europa fand die Weihnachtskrippe ab dem 16. Jahrhundert durch die Jesuiten.

Während die Krippen zunächst ausschließlich eine Angelegenheit der Kirche waren, wurden sie im Laufe der Zeit auch immer mehr in Privathäusern, zumeist in führenden Familien des Landes, aufgestellt.


Auf ihrem Weg über die Wohnsitze der Könige, Fürsten und des Adels fand die Krippe schließlich auch Einzug in die Bauern- und Bürgerhäuser.

Ihre Blütezeit hatte die Krippe im 18. Jahrhundert.

Im Zeitalter der Aufklärung jedoch wurden öffentliche Krippendarstellungen verboten, da sich einige Herrscher durch diesen Brauch beleidigt fühlten.

Doch durch diese Verbote wurde das Krippenwesen noch stärker in der Volkskunst verankert und die Menschen begannen ihre eigenen Krippen zu bauen.

Heutzutage werden die Krippe meistens wenige Tage vor dem Weihnachtsfest aufgestellt. Früher geschah dies schon zu Beginn der Adventszeit und nach und nach kamen immer mehr Figuren hinzu, bis schließlich am Heiligen Abend das Christuskind hingelegt wurde.

Früher wurden die Krippen erst am 20. Januar wieder weggeräumt, heute aber geschieht das meistens kurz nach dem 6. Januar, dem Fest der Heiligen Drei Könige.

Hier kannst du dir noch viele weitere Fotos von Weihnachtskrippen ansehen ...

Und hier findest du Beispiele gegenwärtiger Krippenkunst ...

 

 

Quelle:
Fotos: Copyright © 2007 Medienwerkstatt Mühlacker (MF)

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