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Flachspflanze

Bei der Aussaat des Flachses müssen alte Bauernregeln eingehalten werden. Nur so kann der Flachs auch wirklich gedeihen und zu einer guten Ernte führen. Es soll der 100. Tag nach Neujahr sein.

 

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Der Flachs und sein Brauchtum

Wahrscheinlich haben die Bauern im Zusammenhang mit der Aussaat des Flachssamens im Laufe der Jahrhunderte Erfahrungen gesammelt und deshalb verschiedene seltsame Gebräuche entwickelt. Damit er eine möglichst große Höhe erreicht, wurde in die Feldmitte ein Stab gesteckt. So wußte der Flachs, wie hoch er zu wachsen hat. Außerdem mussten die Bauern während der Aussaat eine große Pfanne mit Spiegeleiern aufessen. Das Ei war das Sinnbild des Lebens. So müssen wir uns nicht wundern, wenn der Flachs auch der Göttin Freya geweiht war. Sie war ja bei den Germanen die Schutzgöttin für den Bauernhof und das gesamte Leben.

 

Die Teile der Flachspflanze

Eine Pflanze, die von den Menschen angepflanzt wird, um ihre Teile zu nutzen, wird als Kulturpflanze bezeichnet. Aus Höhlenzeichnungen und Funden von Archäologen weiß man, dass der Flachs schon seit mindestens 6000 Jahren auf der ganzen Welt von Menschen angebaut und genutzt wird: Aus dem Samen wird Öl gepresst und aus dem Material der Stengel werden z.B. Stoffe und Holzplatten hergestellt. Erst seit dem Anbau von Baumwolle hat der Flachs an Bedeutung verloren. Seine Verarbeitung ist auch sehr zeitaufwändig und teuer. Wenn du das ganze Kapitel durchgesehen hast, wirst du verstehen, warum ein Leinenhemd nicht ganz billig ist.

 

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