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Clemens August Kardinal von Galen

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Anfang Juni 2003 hat die Theologenkommission im Vatikan einstimmig beschlossen, daß Clemens August Kardinal von Galen (1878-1946) der „heroische Tugendgrad" zugesprochen werden kann - ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Seligsprechung des Kardinals.

Das Museum Heimathaus Münsterland zeigt zahlreiche Objekte aus dem persönlichen Besitz des Kardinals, sowie Gegenstände und Archivalien, die sein religiöses Wirken dokumentieren.

Nec laudibus, nec timore.

Als Clemens August von Galen 1933 von Papst Pius XI. die Ernennung zum Bischof von Münster erhielt, bestimmte er „nec laudibus, nec timore" zu seinem Wahlsspruch: Weder von Lob noch von Furcht wollte er sich leiten lassen.

Am 16. März 1878 geboren, wuchs er auf dem Familienbesitz Burg Dinklage auf. Er hatte 12 Geschwister und die Lebensverhältnisse waren bewußt schlicht gehalten.

Nach dem anfänglichen Unterricht durch einen Privatlehrer kam er mit 12 Jahren auf ein jesuitisches Internat nach Österreich und besuchte anschließend das Gymnasium in Vechta.

Nach dem Abitur studierte er zwei Jahre im schweizerischen Freiburg, danach bis zur Prieserweihe Theologie in Innsbruck.

Von 1906 an arbeitete er zunächst als Kaplan, später als Pfarrer in Berlin, bis er 1929 nach Münster zurückberufen und als Pfarrer an St. Lamberti eingesetzt wurde.

Im September 1933 wurde er zum Bischof von Münster ernannt.

In Würdigung seiner Verdienste berief ihn PapstPius XII. im Frebruar 1946 ins Kardinalskollegium. Im März 1946, gerade erst zurück in seiner Diözese, erkrankte er schwer und starb am 26. März.

Zwei Tage später wurde er im Dom zu Münster beigesetzt.

Weil er die Werte des Christentums und die Anliegen der katholischen Kirche seiner Verantwortung gemäß furchtlos und entschlossen gegen die Angriffe der nationalsozialistischen Machthaber von 1934 bis 1945 verteidigte, floss ihm als einer der wenigen streitbaren ideologischen Gegner des Naziregimes eine hohe politische Wirkung in Deutschland zu.

Seine widersetzlichen Worte wurden im Untergrund im ganzen Land und auch darüber hinaus verbreitet. Sein Rückhalt in seiner Diözese war jedoch so groß, dass ihn die Nationalsozialisten nicht vernichten konnten.

Die Gegenstände des persönlichen Gebrauchs, die im Museum Heimathaus Münsterland zu sehen sind, entwerfen ein deutliches Bild seiner Persönlichkeit.

Anhand von Texten aus seinen Predigten lässt sich die außergewöhnliche Wirkung seines religiösen Wirkens ablesen.

 

 

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von:
Museum Heimathaus Münsterland und Krippenmuseum Telgte
Herrenstraße 1-2
48291 Telgte
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