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Der Kiepenkerl - Ein Symbol des Münsterlandes

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Der Kiepenkerl ist sowohl eines der Symbole der Stadt Münster als auch des Münsterlandes.

Als Kiepenkerle bezeichnete man umherziehende Händler, die zum fahrenden Volk gehörten.

Sie brachten Nahrungsmittel vom Land in die Städte und boten sie auf dem Markt und an den Haustüren feil.

Im Gegenzug versorgten sie die ländlichen Gebiete mit Salz und anderen Waren.

Der Name „Kiepenkerl" leitet sich von der Kiepe ab, welche diese reisenden Händler auf dem Rücken trugen.

Eine Kiepe ist eine aus Holz und Korbgeflecht bestehenden Rückentrage, mit der die Kiepenkerle ihre Waren auf dem Rücken transportierten und durch die Dörfer und Städte wanderten.

Zur traditionellen Tracht der Kiepenkerle in Westfalen gehörten neben der Kiepe ein blaues Hemd und Holzschuhe.

Das Standbild des solchen Kiepenkerls aus dem Münsterland befindet sich seit 1896 auf dem Spiekerhof in Münster.

Das ist ein kleiner Platz, der den Übergang von der Bogenstraße in den Spiekerhof bildet.

Das Standbild zeigt einen Kiepenkerl mit Tragekorb, Pfeife, Knotenstock und Leinenkittel.


Im Zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal zerstört. Es ist aber originalgetreu wieder hergestellt worden, und im Jahr 1953 wurde es von Bundespräsident Theodor Heuss „eingeweiht".

Heute spielen die Kiepenkerle vor allem im Rahmen von Folklore und imTourismus eine Rolle als Stadt- oder Museumsführer.

Im Münsterland ist dieser Brauch noch weit verbreitet

Im Kreis Coesfeld gibt es auch einen lokalen Radiosender mit dem Namen Radio Kiepenkerl.

 

 

Quelle:
Foto: Copyright © 2007 Medienwerkstatt Mühlacker (MF)

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