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Eselspinguin

Vorkommen 

Abb Der Eselpinguin gehört zur Gattung der Langschwanzpinguine. Zu dieser Gattung gehören außer dem Eselspinguin, der Adeliepinguin und der Zügelpinguin, den man auch unter dem Namen Kehlstreifpinguin kennt.

Eselspinguine leben rund um den Erdball zwischen dem 46. und dem 65. Grad südlicher Breite. Innerhalb dieser Zone brütet er auf vielen antarktischen und subantarktischen Inseln und auch an eisfreien Gebieten auf der Antarktischen Halbinsel.
Teilweise wird auch unterschieden zwischen dem nördlichen und dem südlichen Eselspinguin, da die im Süden, auf der Antarktischen Halbinsel, brütenden Eselspinguine etwas kleiner sind. Auch ihre Flossen und Schnäbel sind etwas kürzer.

Abb Auf den Falklandinseln (wo auch die abgebildeten Fotos gemacht worden sind) ist der Eselspinguin ein weit verbreiteter Vogel.

Da die Eselspinguine keine dichten Kolonien bilden wie zum Beispiel die Königspinguine, sondern weit verstreut in kleinen Gruppen brüten, ist es schwierig, genaue Aussagen über die Bestandsgröße machen.

Weil seine Rufe ähnlich wie Eselsgeschrei klingen, hat der „Gentoo penguin“ (englisch) den deutschen Namen Eselspinguin (Pygoscelis papua) bekommen.


Die Linux-Distribution Gentoo (das ist eine Zusammenstellung von Software, die komplett weitergegeben wird) wurde nach diesem Pinguin benannt (engl.: Gentoo penguin).

 

Aussehen 

Abb Eselpinguine haben ein schwarzes und weißes Gefieder und mausern, nachdem sie ihre Brutzeit beendet haben. Mit seiner Standhöhe von ungefähr 78 Zentimetern und einem Gewicht um 6 bis 7 Kilogramm gehört er zu den größten Vertretern seiner Gattung.

Das Gefieder der Eselpinguine ist am Rücken, am Kopf, am Kinn und an den Flügeln schwarz. Die Augen umgibt ein weißer Ring, der dann oberhalb der schwarzen Augen in einen weißen Flecken mündet.

Seine Füße ist ebenso wie sein Schnabel leuchtend orange und unbefiedert. Der Schwanz ist schwarz und besteht aus langen und gebogenen Federn. Verglichen mit dem ihm verwandten Adeliépinguin hat er einen ziemlich dicken Bauch.

Lebensweise und Ernährung

Die Eselspinguine sind die schnellste bekannte Pinguinart. Wie alle Pinguine ist der Eselspinguin ein geschickter Unterwasserjäger, der sich von Kleintieren (Kleinfische, Krebstiere und Tintenfische) aus dem Meer ernährt.

Auf seinem Beutefang bleibt er meistens in Küstennähe und kann dabei von 40 bis 100 Meter tief tauchen.

Wie fast alle Pinguine sind die Eselspinguine monogame Vögel, d.h. sie verbringen ihr Leben mit ein und demselben Partner.

Außerhalb der Brutzeiten verbringen sie zwar nicht die ganze Zeit zusammen, doch jedes Jahr treffen sie sich zum Brüten wieder an ihrem Küstenabschnitt. Aber auch außerhalb der Brutzeit treffen sie sich hin und wieder mal wieder an ihrem Nistplatz.

Fortpflanzung 

Abb Im Alter von 3-4 Jahren pflanzen sich Eselspinguine erstmals fort. Ihr Nest bauen sie gemeinsam aus kleinen Kieselsteinen, Vogelfedern, Grasbüscheln und Moos.

Meistens legt das Weibchen zwei weiße Eier in diesem Nest ab, die dann vom Männchen und Weibchen abwechselnd in rund fünf Wochen ausgebrütet werden.

Die Küken müssen sich ohne die Hilfe ihrer Eltern aus dem Ei befreien, was für die kleinen Geschöpfe Schwerstarbeit ist. Wenn sie geschlüpft sind, wachsen sie sehr schnell heran und haben schon eine ähnliche Färbung wie die Eltern.

Die Eltern versorgen ihre immer hungrigen Jungen mit im Magen bereits vorverdauter Nahrung (Krebsen, Kleinfischen, Tintenfischen). Bei ausreichender Versorgung mit Nahrung können beide Jungen aufgezogen werden.

Oft aber stirbt auch das zweitgeborene Küken, weil es schwächer ist und den Eltern nicht genug Nahrung abjagen kann.

Wenn die kleinen Eselspinguine drei bis fünf Wochen alt sind, verlassen die zum ersten Mal das Nest und scharen sich zu kleinen Gruppen zusammen. Hier werden sie aber weiterhin von ihren Eltern gefüttert und bewacht.

Im Alter von ungefähr vierzehn Wochen können sie einen ersten Ausflug ins Meer wagen. Obwohl sie jetzt auch schon auf Fischfang gehen könnten, kümmern sich weiterhin die Eltern noch mehrere Wochen sehr besorgt um die Jungtiere.

Im Alter von 3 Monaten legen die Küken dann das Erwachsenengefieder an.
Die Lebenserwartung der Eselspinguine liegt bei über zwanzig Jahren.

 

Quelle:
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Tenckhoff www.tenckhoff.com

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