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Globalisierung

Früher, als es noch anstrengend war, überhaupt von einem Dorf in das nächste zu kommen, gab es noch nicht die Vorstellung von einer Globalisierung.

Heute ist es möglich, mit den modernen Verkehrsmitteln in kurzer Zeit jeden Winkel der Erde zu erreichen. Es ist durch das Internet sogar möglich geworden, in Sekundenschnelle mit der ganzen Welt in Kontakt zu treten. Diese Entwicklung, der immer enger zusammenrückenden Weltteile, nennt man Globalisierung. Global heißt weltumspannend.

Die Globalisierung hat Vor- und Nachteile

Ungleiche Bezahlung von Arbeitskräften
Die Industrie in den sogenannten westlichen Industrieländern kann ihre Produkte weltweit verkaufen - sie kann die Waren aber auch weltweit herstellen lassen.

Warum sollen also Güter in einem Land wie z. B. Deutschland, Frankreich oder Amerika hergestellt werden, wenn es Länder gibt, wo die Fabrikbesitzer den Arbeitern viel weniger zahlen müssen?

Es gibt nämlich Länder (meist Dritte-Welt-Länder), wo die Menschen für sehr wenig Geld arbeiten - denn es gibt dort weder Krankenversicherung noch Sozialversicherung, die die Arbeit bei uns recht teuer macht. Dadurch sind die Menschen aber abgesichert bei Krankheit und wenn sie einmal alt sind.

Viele Menschen sind in den ärmeren Ländern froh, dass sie überhaupt etwas verdienen. Vorsorge gegen Krankheit haben sie zum Beispiel nicht. Der Vorteil für uns in Europa besteht darin, dass die Waren sehr günstig eingekauft werden können. Und besonders billig wird es, wenn in den armen Ländern auch Kinder zur Herstellung verwendet werden. Zum Beispiel Kleider aus Indien oder Schuhe aus China.

In vielen Ländern der Dritten Welt ist es oft üblich, dass kleine Kinder in den Fabriken arbeiten. Man schätzt, dass weltweit ca. 250 Millionen fünf- bis 14-Jährige arbeiten, damit ihre Familien überleben können.

Zerstörung der Natur durch Globalisierung

Eine weitere Auswirkung der Globalisierung zeigt sich im Umgang mit der Natur. In vielen Ländern gibt es noch keine Gesetze, die die Natur vor schädlichen Abgasen aus den Fabriken schützt, oder dafür sorgt, dass der Boden nicht durch giftigen Dünger kaputt gemacht wird. Da Umweltschutz für Firmen teuer ist, verlagern sie die Warenherstellung in Länder, in denen Umweltschutz nicht so wichtig ist.

Wer kämpft dagegen an?

Inzwischen merken auch die Menschen in den westlichen Industriestaaten, dass die Zerstörung der Umwelt global stattfindet und globale, also weltumspannende Folgen hat.

Deshalb beginnen sie durch Verhandlungen, die Umweltzerstörung zu begrenzen. Das wird aber nur gelingen wenn alle Länder dabei mitmachen.
Neben den Regierungen gibt es auch Organisationen, die gegen die Auswirkungen der Globalisierung ankämpfen. Eine solche ist die Organisation „One World“ („Eine Welt“).
Ihr Gedanke ist, dass wir nur eine Welt haben, mit der wir sorgsam umgehen müssen und auf der alle Menschen gleich behandelt werden sollen. Es geht vor allem darum, ein weltweites Bewusstsein zu schaffen, dass auf dieser Erde nur unter menschlichen und fairen Bedingungen produziert werden kann.

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