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Große Tsunamis in der Geschichte

Die höchste Flutwelle, die es bei einem Tsunami bisher gegeben hat, wurde bereits am 24. April 1771 in Japan gemessen - sie war annähernd 85 Meter hoch.

Die Sanriku-Küste in Japan erlebte in den letzten tausend Jahren vier folgenschwere Tsunami-Katastrophen (1293, 1703, 1896 und 1933), die zusammen ungefähr 160.000 Menschenleben kosteten.

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Der Tsunami an der Sanriku-Küste am 15. Juli 1896

Häufig kündigt sich der Tsunamie, eine seismische Meereswoge, kurz zuvor durch ein plötzliches Zurückweichen des Meeres in Ufernähe an, so wie es auch in San-riku am 15. Juli 1896 (im äußersten Nordosten von Honolulu) der Fall war.

Wer sich auf diesen kurzzeitig freigelegten Meeresboden vorwagt, fällt den nachfolgenden Wassermassen unweigerlich zum Opfer.

Die Welle, die sich an jenem Abend des Jahres 1896 Sanriku näherte, war durch ein schweres Erdbeben vor der Küste ausgelöst worden.

Fischer, die 30 Kilometer weit hinaus auf das Meer gefahren waren, merkten gar nicht, dass die enorme Welle unter ihren Booten hinwegraste, und sie konnten sich zuerst die Verwüstungen nicht erklären, die sie nach ihrer Rückkehr im Hafen vorfanden.

Die riesige Meereswoge hatte ein 270 Kilometer langes Küstengebiet schwer verwüstet und ganze Dörfer völlig zerstört. Die damalige Katastrophe forderte mehr als 28.000 Menschenleben.

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Der Tsunami am 27. August 1883 in Indonesien

Ein ebenfalls fürchterlicher Tsunami bildete sich auch am 27. August 1883 nach dem Ausbruchs des Vulkans Krakatau in Indonesien. Dabei wurde nicht nur ein großer Teil des Gipfels weggesprengt, auch die unterseeische Caldera stürzte in die leere Magmakammer.

Über die genauen Ursachen für das Ausmaß der enormen Schäden weiß bis heute nicht ganz genau Bescheid.

Wurde der Tsunamie dadurch hervorgerufen, dass der Krakatau bei seinem Ausbruch 1500 m3 Vulkangestein ins Meer geschleudert hatte? War unter dem Meer ein zusätzlicher Vulkan zum Ausbruch gekommen, oder hatte ein gleichzeitiges Seebeben den Meeresboden in Bewegung versetzt?

Was auch immer die Gründe gewesen sein mögen, das Ausmaß dieses Tsunamis war sehr zerstörerisch.

Etwa 50 Kilometer von dem Vulkan Krakatau entfernt lag im äußersten Westen der Insel Java die Stadt Merak. Sie wurde von den Wellen, die bis zu 30 m hoch waren und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometer hatten, regelrecht hinweggefegt.

Auch ein Kriegsschiff, das nicht weit entfernt vor Anker lag, wurde schlagartig von einer riesigen Welle emporgehoben. Später fand man es verlassen in einer Höhe von 9 Metern über dem Meeresspiegel wieder. Es war 3 Kilometer weit ins Landesinnere geschleudert worden.

Fast 36.000 Menschen starben im Umkreis von 80 Kilometern rund um den Krakatau in den bis zu 40 Meter hohen Meereswellen und 295 Orte wurden im Verlauf der Katastrophe vollständig zerstört.

Selbst in Südafrika, am Kap Horn und sogar in Panama waren diese Tsunamiwellen noch zu spüren, obwohl diese Orte zwischen 7.000 Kilometer und 18.000 Kilometer vom Krakatau entfernt liegen.

Berechnungen haben ergeben, dass die Wellen mit einer Geschwindigkeit von 750km/h über den Indischen Ozean hinweg gerast waren.

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1. September 1992 - Ein Tsunami in Nicaragua

Am 1. September 1992 wurde das mittelamerikanische Nicaragua von einem Tsunami heimgesucht. Ganze Dörfer wurden verwüstet, als der durch ein Erdbeben ausgelöste Tsunami über sie hinwegraste.

Dieses Erdbeben zeigte auf der Richter-Skala eine Stärke von 7,3. Das Epizentrum des Bebens lag ungefähr 160 km vor der Küste in Höhe der Stadt Corinto.

Augenzeugen beobachteten, wie sich nach dem Beben das Meer zunächst zurückzog - ein inzwischen bekanntes und drohendes Anzeichen für das Nahen eines Tsunamis.

Anschließend stieg das Wasser rasch an und schäumende Wellen mit einer Höhe von 15 Metern brausten auf das Land zu und brachen über die Dörfer an der Küste herein.

Mehr als 100 Todesopfer waren zu beklagen, doch nicht alle Leichen konnten geborgen werden, da manche mit dem zurückströmenden Wasser aufs Meer hinausgezogen wurden.

Bei dem hier beschriebenen Tsunami lag das Epizentrum des Erdbebens sehr nahe, doch manche der 370 Tsunamis, die in man in den vergangenen achtzig Jahren im Pazifik registriert hat, haben ihr vernichtendes Werk mehrere tausend Kilometer von ihrem Entstehungsort entfernt angerichtet.

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Quelle:
Grafiken: Medienwerkstatt

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