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Der Vulkan Eldfell auf Heimaey - Pompeji des Nordens

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Der Eldfell ist ein Vulkan 215 Meter hoher Vulkan auf der isländischen Insel Heimaey.

Sie ist die größte der Westmännerinseln (Vestmannaeyjar) und wurde im Jahre 1973 bei einem Vulkanausbruch stark verwüstet.

Die 15 Westmännerinseln liegen etwa 10 bis 15 km vor der Südküste Islands.

Heimaey ist die einzige bewohnte Insel der Gruppe.

Heimaey war mehrere Jahrhunderte von Vulkanausbrüchen verschont gewesen, und es hatte zuvor auch keine Anzeichen für einen solchen Ausbruch gegeben.

Als der Vulkan Eldfell in der Nacht vom 23. Januar 1973 auf der Insel Heimaey ausbrach, drohte die gewaltige Eruption einen ganzen Ort Vestmannaeyjar und den Hafen zu vernichten.

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Auf einer Länge von mehr als zwei Kilometern riss der Untergrund auf und feurige Lavafontänen stiegen bis zu 150 Meter hoch auf.

Die mehr als 5000 Einwohner des Fischerortes Vestmannaeyjar konnten nur durch sofortige Evakuierung gerettet werden.

Die Menschen hatten Glück im Unglück, denn ein Unwetter am Vorabend hatte alle Fischer im Hafen Schutz suchen lassen. Mit den Booten, die im Hafen lagen, konnten alle Einwohner in Sicherheit gebracht werden.

 

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Der Vulkan schleuderte Bomben von bis zu 300 kg bis zu 700 Meter weit und eine teilweise bis zu 3 Meter dicke Ascheschicht bedeckte den Ort, so dass viele Häuser unter dieser Last einstürzten.

Der glühende Lavastrom, der im Zuge der vulkanischen Tätigkeit auf die Stadt zu bewegte, konnte durch den Einsatz von allen verfügbaren isländischen und ausländischen Wasserpumpen nach einem Kampf von vier Monaten zu Stillstand gebracht werden.

Die Lavaströme wurden mit einer enormen Menge an Meerwasser besprüht und damit deren weiteres Vordringen zu verhindern.

So konnte der Hafen von Heimaey gerettet werden.

Der Ausbruch dauerte bis zum 26. Juni - also etwas mehr als fünf Monate. Nach dem Ende dieses verheerendsten Vulkanausbruchs in der Geschichte Islands waren mehr als 400 Häuser zerstört.

Neben der Zerstörung von Häusern in der Stadt schuf die Lava aber auch etwa 13 Quadratkilometer neue Landfläche.

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Die Lavaströme bestanden aus dickflüssiger, krustiger Aa-Lava und bedeckten das Gebiet um den Vulkan mit einer dicken Lavaschicht - an manchen Stellen bis zu 100 m hoch.

Außerdem bildete der Lavastrom aber auch einen natürlichen Damm, durch den die Insel Heimaey heute vor den Nordostwinden besser geschützt ist.

Der Ausbruch dauerte bis zum 26. Juni - also etwas mehr als fünf Monate. Nach dem Ende dieses verheerendsten Vulkanausbruchs in der Geschichte Islands waren mehr als 400 Häuser zerstört.

Daher nennt man Heimaey auch „Pompeji des Nordens".

Insgesamt wurden während der fünf Monate dauernden Ausbrüche 230 Millionen m3 Lava und 20 Millionen m3Tephra ausgestoßen.

Die Aufräumarbeiten dauerten fast zwei Jahre.

Da die Temperatur im Inneren der erstarrten Lavaströme auch Jahre nach dem Ausbruch immer noch bei mehreren hundert Grad Celsius liegt, leiten die Menschen auf Heimaey bis heute kaltes Wasser auf das Gestein und verwenden den zurückkehrenden Dampf als Stromquelle.

 

Quelle:
Karte: http://vulcan.wr.usgs.gov/
Fotos: http://volcano.und.nodak.edu
Public domain

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