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Hekla und Grímsvötn - Die aktivsten Vulkane Islands

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Island ist mit 103.106km² die größte Vulkaninsel der Welt, deren Entstehungsgeschichte vor rund 25 Millionen durch vulkanischen Aufbau begann.

Island liegt im Nordatlantik und befindet sich auf dem Mittelatlantischen Rücken.

Die Insel liegt an der Grenze zweier wandernder Erdplatten und auch mitten auf einem Hot Spot - einer Stelle, an der glühendheißes Magma aus den Tiefen des Erdmantels bis in die Erdkruste vordringen kann.

In Island ist dieser Hot Spot mindestens 200 Kilometer breit und reicht bis zu 450 Kilometer in die Tiefe. Wahrscheinlich hat die Insel ihm auch ihre Entstehung zu verdanken.

Auf der Insel gibt es rund 200 Vulkane, von denen etwa 30 noch aktiv sind. Außerdem befinden sich hier heiße Quellen, Geysire und Solfataren.

Hekla ist neben dem Vulkan Grímsvötn einer der bekanntesten und aktivsten Vulkane von Island.

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Hekla war im Mittelalter in ganz Europa als das Tor zur Hölle berüchtigt. Der Vulkan liegt im Südwesten der Insel, direkt in der Verwerfungszone, die von der durch Island ziehenden Plattengrenze gebildet wird.

Der Fuß des rund 1480 Meter hohen Vulkans, der von einer dünnen Eisschicht bedeckt ist, hat einen Umfang von etwa 19 Kilometern. Seit dem 11. Jahrhundert ist dieser Vulkan mehr als zwanzigmal ausgebrochen. Der stärkste Ausbruch fand im Jahre 1766 statt.

Die letzten Eruptionen waren im Mai 1970, im August 1980 und im Februar 2000. Sie lassen meistens starke Ascheregen niedergehen und richten so große Schäden in der Umgebung an.

Da ein Großteil der Asche und Lava auf unbewohntes Gebiet im Norden und Osten des Vulkans traf, hatte der Ausbruch zunächst keine größeren direkten Folgen für die Menschen.

Doch da viele Menschen durch die Radiomeldungen von dem Ausbruch wussten, strömten Tausende von Isländern in die Region, um sich das Schauspiel zuzusehen.

Zur gleichen Zeit aber braute sich ein gewaltiger Schneesturm zusammen, der nur wenig später über das Gebiet hereinbrach.

Als Folge davon brach der Verkehr auf den Straßen völlig zusammen und viele Menschen saßen in ihren eingeschneiten und liegengebliebenen Autos fest.

Was folgte, war die größte Rettungsaktion seit dem Ausbruch des Eldfell auf Heimaey im Jahr 1973. Doch diesmal musste man weniger gegen die ausströmende Lava als vielmehr gegen die Schneemassen kämpfen.

 

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Der Vulkan Grímsvötn, der im Südosten Islands liegt, hat eine Höhe von rund 1.700 Meter.

Er ist von allen Vulkanen Islands seit der Besiedelung am häufigsten ausgebrochen.

Als der Grímsvötn am 1. November 2004 ausbrach, schleuderte er große Mengen Asche und Wasserdampf bis zu 13 Kilometer hoch in die Atmosphäre.

Der Flugverkehr musste deshalb teilweise umgeleitet werden.

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Da der Vulkan im unbewohnten Südosten Islands liegt, wurden keine Menschen verletzt. Aber das gesundheitsschädliche Gas Schwefeldioxid war, wie bei Vulkanausbrüchen üblich, in die Atmosphäre gelangt.

Bei Schwefeldioxid handelt es sich um ein farbloses, stechend riechendes und sauer schmeckendes, giftiges Gas.

Es entsteht vor allem bei der Verbrennung von schwefelhaltigen fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdölprodukten und trägt in vielen Regionen der Welt in erheblichem Maße zur Luftverschmutzung bei.

Da die Region um den Grímsvötn so gut wie unbewohnt ist, bestand keine Gefahr der Gesundheitsschädigung von Menschen.

Im Vergleich zu anderen Vulkanausbrüchen waren die freigesetzten Mengen des Grímsvötn an Schwefeldioxid auch eher als gering einzustufen.

 

Quelle:
Fotos: http://volcano.und.nodak.edu
Fotos 3-4 : by Freysteinn Sigmundsson during the 1998 eruption of Grímsvötn

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