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Martin Luther King - Ein amerikanischer Bürgerrechtler (Ton)

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Martin Luther King war ein amerikanischer Baptistenpfarrer und Bürgerrechtler. Er wurde am 15. Januar 1929 in Atlanta (Georgia) geboren und am 4. April 1968 in Memphis Tennessee ermordet.

Die Bürgerrechtsbewegung, der Martin Luther King angehörte, verurteilte die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln und Einrichtungen.

Nach dem Vorbild von Gandhi, der mit dem gewaltlosen Widerstand die Unabhängigkeit Indiens von der britischen Herrschaft durchsetzen konnte, führte auch Martin Luther King eine gewaltlose Bewegung gegen die Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung.

Als die farbige Rosa Parks am 1. Dezember 1955 verhaftet wurde, weil sie einem Weißen im Bus nicht ihren Platz frei machte, veranlasste das die schwarze Bevölkerung zu einem Boykott der städtischen Busse.

Dieser „Montgomery Bus Boykott“ wurde von Martin Luther King angeführt und dauerte 381 Tage. Der gewaltlose Widerstand endete 1956 mit dem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das fortan jede Rassentrennung in den Verkehrsmitteln von Montgomery untersagte.

Martin Luther King, der sein Leben lang die Gewaltlosigkeit vertrat und predigte, wurde in dieser Zeit dreimal tätlich angegriffen, überlebte drei Bombenattentate und kam zwischen 1955 und 1968 mehr als 30mal ins Gefängnis.

Er ließ sich aber dennoch nicht von seiner Vision und Idee des gewaltfreien Widerstandes abbringen.

Bei einer Massendemonstration am 28.August 1963 in Washington D.C. mit mehr als 250.000 Menschen hielt Martin Luther King seine wohl bekannteste Rede: I HAVE A DREAM (Ich habe einen Traum).

Nach dieser Demonstration wurden zwei sehr wichtige Gesetze verabschiedet:

Die „Civil Rights Act“ von 1964 beendete offiziell die Rassentrennung.

Die "Voting Rights Act“ von 1965 garantierte der schwarzen Bevölkerung ein Jahr später endlich das Wahlrecht.

Martin Luther King erhielt 1964 den Friedensnobelpreis und wurde vom amerikanischen Nachrichtenmagazin TIME auch zum „Mann des Jahres 1964“ ernannt.

 

Auszug aus der Rede von Martin Luther King „I HAVE A DREAM!“

Ich habe einen Traum, dass eines Tages ...
...die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen werden. ...


Und alle Kinder Gottes – ob schwarz, weiß, Juden, Nichtjuden, Protestanten und Katholiken – sich die Hände reichen und singen werden „Endlich frei!“ ...
Ich habe einen Traum, ...


dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern allein nach ihrem Charakter beurteilen wird.

Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine-Motels in Memphis, Tennessee angeblich von James Earl Ray, einem weißen Rassenfanatiker erschossen.

In über 100 Städten kam es nach der Ermordung Kings zu Aufständen und Krawallen.

Martin Luther King wurde am 9. April 1968 in Atlanta beigesetzt.

Seit 1986 gibt es in den USA den Nationalfeiertag "Martin Luther King Memorial Day", der am dritten Montag im Januar begangen wird.

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Quelle:
mp3: Copyright © 2008 Medienwerkstatt Mühlacker
Foto 1: http://hdl.loc.gov/loc.
Library of Congress Prints and Photographs Division. New York World-Telegram and the Sun Newspaper Photograph Collection.
Foto 2: http://www.americaslibrary.gov
"March on Washington, August 28, 1963." 1963. U.S. News and World Report Photograph Collection. The African American Odyssey: A Quest for Full Citizenship, Library of Congress.

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