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Die Auswirkungen des Tsunami vom 26.12.2004 auf Banda Aceh

Abb Als sich im Meer südlich von Sumatra am 26.12. 2004 die indisch-australische Platte mit einem großen Ruck unter die eurasische Platte schob und eines der gewaltigsten Seebeben (Stärke 8,9) der Menschheit auslöste, wurde dadurch eine kaum vorstellbare Menge von Energie ausgelöst.

Der entstandene Plattenbruch verursachte den nachfolgenden Tsunami, durch den auch die Stadt Banda Aceh auf Sumatra (Indonesien) schwer getroffen wurde. Satellitenbilder vor und nach dem Tsunami zeigen, dass durch die enorme Kraft dieser Flutwelle Felder, Städte und Häuser völlig zerstört wurden.

Dadurch war die Infrastruktur dieser Region völlig zusammengebrochen. Verkehrseinrichtungen, Krankenhäuser, Schulen, Apotheken und auch die Energieversorgung wurden vollständig zerstört.

Die Hilfsorganisationen konnten die verwüsteten Gebiete teilweise auf dem Landweg nicht erreichen.

Daher mussten die Menschen nach den Flutwellen in der indonesischen Provinz Aceh mehr als eine Woche auf die Versorgung mit Trinkwasser und Lebensmittel warten.

Durch die großen Wassermassen waren viele Gebiete völlig von der Außenwelt abgeschnitten und für die Helfer nicht zu erreichen. Daher mussten viele Hilfseinsätze mit Hubschraubern durchgeführt werden.

Noch sechs Wochen nach dem Tsunami wurden allein in Indonesien täglich durchschnittlich fünfhundert Leichen geborgen.

Damit sich eine Katastrophe dieses Ausmaßes nicht wiederholt, soll ein Konzept für ein Frühwarnsystem im Indischen Ozean entwickelt werden. Je schneller durch ein solches Frühwarnsystem Alarm ausgelöst wird, desto mehr Zeit bleibt den Menschen für die Flucht in höher gelegene Teile des Landes.

 

 

Quelle:
Copyright: DigitalGlobe (Luftaufnahme Banda Aceh)

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