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Narzisse

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Die Narzissen gehören wie die Schneeglöckchen, Tulpen, Hyazinthen und Krokusse zu den Zwiebelpflanzen.

Sie werden je nach Art zwischen 15 und 40 cm hoch.

 

Ihre weißen bis gelben Blüten stehen allein auf einem Stängel und erscheinen von März bis Mai und schmücken die Beete eines jeden Gartens oder Parks mit ihrer Mannigfaltigkeit an Blüten und Farben.

Der Namensgeber der Narzissen war Narziss, ein schöner Jüngling, der sich nach einer griechischen Sage in sein eigenes Spiegelbild im Wasser verliebte, und in eine Narzisse verwandelt wurde.

Ursprünglich waren Narzissen in den Mittelmeerländern und im Balkan beheimatet.

Sie zählen zu den ältesten gezüchteten Zwiebelgewächsen.

Nach der Farbe ihrer Blütenblätter unterscheidet man Weiße Narzissen und Gelbe Narzissen.

Die Blüte einer Narzisse ist nicht gerade, sondern seitlich etwas abgeknickt und besteht aus zwei Kronen: der äußeren Krone, die von sechs großen Blütenblättern gebildet wird, und der inneren Krone.

 

Bei den Weißen Narzissen ist die innere Krone klein und kurz, mit einem gekräuselten, roten Rand.

Sie werden 40 bis 50 cm hoch und blühen im April und Mai.

Ihr würziger Geruch lockt besonders Nachtschmetterlinge an.

Sie bestäuben die Blume und sorgen für ihre Vermehrung.

Die Pflanze ist sehr giftig und enthält vor allem in der Zwiebel die giftigen Alkaloide Narcissin und Narcipoetin.

Die Gelbe Narzisse hat eine lange innere Krone, die wie eine Trompete aus der Blüte hervorragt.

Deshalb nennt man sie auch Trompeten-Narzisse.

Sie erreicht eine Höhe von 40 cm.

Da sie im März oder April meistens um die Osterzeit blüht, wird sie auch Osterglocke genannt.

Hummeln sorgen für die Bestäubung dieser Blume.

Mit ihren langen Rüsseln gelangen sie an den süßen Nektar, der tief in der Trompetenröhre ist, und saugen ihn auf.

Lange Trockenzeiten können die Blüte verzögern und sogar dazu führen, dass sie ganz ausbleibt.

Am besten wächst die Gelbe Narzisse an sonnigen bis halbschattigen Standorten in nährstoffreicher und feuchter Erde.

Auch die Gelbe Narzisse ist hochgiftig und enthält hautreizende Wirkstoffe.

Es gibt über 20 wilde Narzissenarten.

Sie wachsen vor allem in den Alpen und im Mittelmeergebiet.

Aus ihnen wurden im Laufe der Zeit mehrere tausend Arten von Gartennarzissen gezüchtet.

Als Wildpflanze (die von der Kulturform sehr verschieden ist, die Blüten erheblich kleiner), sind die Narzissen in ihren Beständen stark bedroht und entsprechend streng geschützt.

Das Pflücken wilder Narzissen ist daher verboten.

Schon Anfang März kann man in den Beeten die ersten kleinen Sprosse der Narzisse entdecken.

Aus ihnen entwickeln sich die Stängel und die Blätter. Die Blüten sind zunächst noch geschlossen.

An einem warmen und sonnigen Tag Mitte oder Ende März öffnen sich dann die leuchtenden Blüten und erfreuen die Menschen mit ihrem Anblick.

 

 

Quelle:
Fotos: Copyright © 2008 Medienwerkstatt Mühlacker (MF)
www.grundschulmaterial.de

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