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Neuweltgeier allgemein

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Die Geier- (Königsgeier, Rabengeier, Truthahngeier) und Kondorarten dieser Familie sind von Feuerland und den Falklandinseln im Süden bis nach Südkanada im Norden verbreitet. Hier leben sie sowohl im Hochgebirge und Grasland als auch in Regenwäldern. Einige Arten der Neuweltgeier – wie der Truthahngeier - sind Zugvögel und fliegen in den Wintermonaten in wärmere Gebiete.

Sie ähneln den Geiern der Alten Welt, werden jedoch wegen ihrer inneren Körperstruktur als separate Familie angesehen.

Diese Geier ernähren sich auf die gleiche Weise wie ihre afrikanischen Verwandten. Ihre nackten Köpfe und Hälse machen es ihnen möglich, tief mit dem spitzen Schnabel in die blutigen Kadaver einzutauchen, ohne sich dabei ihr Gefieder zu beschmutzen.

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Ihre Füße mit den gekrümmten Krallen und mit den langen Zehen eignen sich eher dazu, auf einem Ausguck zu sitzen, als eine lebende Beute zu ergreifen. Daher bevorzugen sie als Nahrung auch eher tote Tiere (Aas).

Geier und Kondore leben meistens alleine, obwohl manche Arten auch in Kolonien zusammensitzen. Sie errichten ihre Horste normalerweise in hohlen Bäumen. Männchen und Weibchen sehen äußerlich gleich aus.

In ihrer Erscheinung gleichen sich alle Geier. Der große und kräftige Körper ist mit starken Schwingen versehen. Der Hals ist auffällig lang und meistens durch eine Federkrause vom Rumpf getrennt. Der kräftige und scharfe Schnabel ist gebogen und eignet sich gut, um die Häute oder Bauchdecken der toten Tiere aufzuschneiden.

Der Kopf und auch der Hals sind entweder komplett kahl oder nur von sehr kurzen Dunen bedeckt. Manche Arten haben auch bunte Hautlappen am Kopf. Ihre Fänge sind recht schwach ausgebildet, sie eignen sich aber gut zum Laufen.

Die Farbe des Gefieders reicht von Schwarz über verschiedene Brauntöne bis hin zu Grautönen und Weißtönen. Geier können eine Körperlänge von bis zu 1,20 m erreichen, eine Spannweite von bis zu 3 m und ein Gewicht von bis zu 12 kg.

 

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Die Geier arbeiten als Gesundheitspolizei in der Natur, denn sie verzehren das Aas verendeter oder von Raubtieren getöteten Tiere.

Sie kreisen in großer Höhe und lassen sich erst am Boden nieder, wenn sie ein Aas erspäht haben. Weiter entfernte Geier nehmen diesen Sinkflug eines Artgenossen dann als Zeichen für Nahrung wahr und folgen ihm.

Eine Ausnahme stellt hier der Truthahngeier dar, denn er gleitet im Sinkflug über sein Revier und spürt das Aas durch seinen gut ausgeprägten Geruchssinn auf.

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Während die Altweltgeier große Horste auf Bäumen oder Felsvorsprüngen bauen, brüten die Neuweltgeier in bereits vorhandene Baumhöhlen oder auch auf dem Erdboden. Sie legen meistens nur ein bis zwei Eier. Nach 50 bis 60 Tagen schlüpfen die Küken, die von beiden Elternteilen über mehrere Monate hinweg versorgt wird.

Die Geier haben außer dem Menschen keine natürlichen Feinde. Die Bestände vieler Geierarten sind hauptsächlich durch die Verwendung von Gift durch die Farmer zurückgegangen. Damit die Raubtiere ihre Herden nicht angreifen, vergiften viele Viehzüchter die Kadaver.


Dadurch aber töten sie auch gleichzeitig die Gesundheitspolizei der afrikanischen und amerikanischen Steppen: Schakale, Geier, Kojoten und Hyänen. Eine große Gefahr für die Geier sind außerdem die Starkstromkabel, die vielfach noch oberirdisch verlegt werden.

 

Quelle:
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Tenckhoff www.tenckhoff.de © Dr. Jürgen Tenckhoff

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