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Pete Seeger - Ein Botschafter des Friedens

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Der Folksänger und Komponist Pete Seeger war immer ein Botschafter des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit.

Pete Seeger wurde am 3. Mai 1919 in New York City geboren.

Sein Vater war der Musikwissenschaftler und Dirigent Dr. Charles Louis Seeger und seine Mutter die Geigenlehrerin Constance de Clyver Seeger.

Auch seine 1933 und 1935 geborenen Geschwister Mike und Peggy hatten sich der Musik verschrieben und machten mit Banjo, Gitarre und Folksongs ihre eigene Karrieren.

Pete Seeger aber, der zunächst an der Harvard University Soziologie studiert hatte, wurde zur Symbolfigur des Folksongs und spielte sich als bekannter Musiker mit seinen Songs und seinen Botschaften in die Herzen eines jungen Publikums.

Mit seinen Liedern trat er für den Frieden, die Gleichberechtigung der Schwarzen, die Emanzipation der Arbeitenden und insbesondere für die Beendigung des Vietnam-Krieges, gegen Atomwaffen, für internationale Solidarität und ökologische Verantwortlichkeit ein.

Die Jugend, die sich in den 60er Jahren an seiner Seite gegen den Vietnamkrieg und für die Bürgerrechte einsetzte, hatte ein sehr feines Gespür für seine Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit.

Pete Seegers Karriere erreichte ihren ersten Höhepunkt bereits, als er zu Beginn der 40er Jahre mit Woody Guthrie (Foto 3) die Almanac Singers gründet.

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Von 1955 an wurde Seeger, der seine Song stets mit politischer Aufklärung verband, 17 Jahre lang von den US-Kommerzsendern boykottiert.

Er war in den Verdacht kommunistischer Umtriebe geraten und hatte er sich geweigert, vor einem Kongressausschuss in Washington auszusagen.

Seine Kompositionen, wie etwa „Where Have All The Flowers Gone", (Sag mir, wo die Blumen sind), „If I had a Hammer" „Kisses Sweeter Than Wine" wurden in dieser Zeit in Funk und Fernsehen nur durch andere Interpreten gesungen.

Im Jahre 1958 startete Pete Seeger seine Solokarriere. Mit „If I Had A Hammer", „Where Have All The Flowers Gone", „Turn, Turn, Turn" und „We Shall Overcome" und wurde in den folgenden Jahren zur Vaterfigur der aufkommenden Protestbewegung.

Auch berühmte Interpreten wie Joan Baez, Peter, Paul & Mary, The Byrds und Bob Dylan sangen seine Lieder und verhalfen ihm damit zu einer neuen Bekanntheit.

In den Jahren 1965 und 1966 moderierte Pete Seeger auf einem regionalen Sender eine Folk-Fernsehshow namens „Rainbow Quest". Zu seinen berühmten Gästen gehörten u.a. Jonny Cash, June Carter und die Stanley Brothers.

In den Jahren darauf engagierte er sich wieder verstärkt politisch und gründete die Bewegung Clearwater, die sich für die Sauberhaltung des Flusses Hudson einsetzte.

Seit den 1970er Jahren trat Pete Seeger musikalisch kaum noch in Erscheinung.

Zu seinem 87. Geburtstag im Jahre 2006 hat Bruce Springsteen das Album „We Shall Overcome - The Pete Seeger Session" auf den Markt gebracht und Pete Seeger damit wieder bekannt gemacht. Bruce Springsteen hat hierzu 15 Seeger-Songs neu aufgenommen.

 

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1998 erhielt Pete Seeger für sein politisches Engagement den „War Resisters League Peace Award".

Der War Resisters League Peace Award wird seit dem Jahre 1958 von der 1923 gegründeten Organisation „War Resisters League" verliehen. Die in London ansässige Organisation setzt sich für die Gewaltlosigkeit im Sinne Mahatma Gandhis.

Zu den bekanntesten Liedern von Pete Seeger gehören:

I Dreamed I Saw Joe Hill Last Night

Where Have All The Flowers Gone

Turn, Turn, Turn

We Shall Overcome

Das Lied „Where Have All The Flowers Gone" entstand stückweise gegen Ende der 1950er Jahre und entstammt von der Grundidee her einem ukrainischen Volkslied.

Der Text dieses weltweit bekannten Songs hat die Form eines Kettenliedes. Jede neue Strophe wird mit dem letzten Gedanken der vorhergehenden Strophe eingeleitet.

Mit dieser Form versinnbildlichte Pete Seeger den ewigen Kreislauf des Krieges, der nur durchbrochen und beendet werden kann, wenn die Menschheit anfängt aus den Fehlern früherer Generationen zu lernen. Zu den weltweit bekanntesten Interpreten dieses Liedes gehört die Sängerin Joan Baez.

Der deutsche Text wurde von dem Liedtexter Max Colpet geschrieben.

Die deutsche Version „Sag mir, wo die Blumen sind" wurde erstmals von Marlene Dietrich aufgeführt, die das Lied auch in englischer und französischer Sprache sang und zum Welterfolg des Titels beitrug.

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Text 1. Strophe (deutsch):

Sag mir, wo die Blumen sind.
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Blumen sind.
Was ist geschehn?
Sag mir, wo die Blumen sind.
Mädchen pflückten sie geschwind.
Wann wird man je verstehn?
Wann wird man je verstehn?

 

Text 1. Strophe (englisch):

Where have all the flowers gone?
Long time passing
Where have all the flowers gone?
Long time ago
Where have all the flowers gone?
The girls have picked them everyone
Oh, when will you ever learn?
Oh, when will you ever learn?

We shall overcome

We shall overcome, we shall overcome, we shall overcome some day.
Oh, deep in my heart I do believe: We shall overcome some day.

We`ll walk hand in hand, we'll walk hand in hand, we`ll walk hand in hand some day.
Oh, deep in my heart I do believe: We`ll walk hand in hand some day.


We are not alone,we are not alone,we are not alone today.
Oh, deep in my heart I do believe: We are not alone today.

We shall live in peace, we shall live in piece, we shall live in peace some day.
Oh, deep in my heart I do believe: We shall live in peace some day.

We shall all be free, we shall all be free, we shall all be free some day.
Oh, deep in my heart I do believe: We shall all be free some day.

Black and white together now, black and white together now,
black and white together now some day.
Oh, deep in my heart I do believe: Black and white together now some day.

 

 

Quelle:
Fotos: http://www.loc.gov
Library of Congress
Foto 3: Pete Seeger and Woody Guthrie, circa 1940. This image was likely taken in Oklahoma City during a trip Pete and Woody made from Washington, D.C., to Pampa, Okla. - Guy Logsdon / Library of Congress
Foto 4: Senate Majority Leader Harry Reid, Librarian of Congress James Billington and celebrated folk singer Pete Seeger chat between the symposium and the evening concert. - Robert Corwin / Library of Congress

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