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Schneegänse

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Die Schneegänse gehören zur Familie der Entenvögel und zur Gattung der Feldgänse.

Die Heimat der Schneegänse ist der hohe Norden Amerikas und Ostsibiriens.

Als Zugvögel wandern sie zwischen ihren Brutplätzen in Nordkanada, auf Grönland bzw. im Nordosten Sibiriens und ihren Winterquartieren an der Ostküste Nordamerikas hin und her.

Auf den langen Strecken ihrer Zugwanderung fliegen sie im Familienverband oder in großen Gruppen.

Die Schneegänse leben sowohl während als auch außerhalb der Brutzeit in sehr großen Kolonien und Schwärmen.

In bezug auf ihre Brutreviere gelten sie als sehr sesshafte Vögel, die jedes Jahr in das gleiche Brutgebiet zurückkehren.

Sie unterscheiden sich von den weißen Hausgänsen durch ihre schwarzen Flügelspitzen und die dunklen Ränder von Ober- und Unterschnabel.

Die Schneegänse werden in zwei Unterarten eingeteilt, die sich vor allem in der Größe voneinander unterscheiden: Die Große Schneegans und die Kleine Schneegans.

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Schneegänse erreichen je nach Unterart eine Körperlänge von etwa 60 bis 75 cm.

Sie haben eine Flügelspannweite von 140 bis 170 cm und ein Gewicht 1900 Gramm bis 400 Gramm. Sie können ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Die Männchen und Weibchen sehen sich - bis auf einen leichten Gewichtsunterschied - sehr ähnlich, die Jungtiere sind meistens gräulich gefärbt.

Außer der Unterteilung in zwei Unterarten gibt es bei den Schneegänsen zwei verschiedene Färbungsphasen.

Die eine ist bis auf die schwarzen Handschwingen und die aschgrauen Handdecken schneeweiß, die andere bis auf den weißen Kopf und Hals sowie den hellen und weißen Hinterbauch blaugrau gefärbt.

So spricht man auch von der weißen Phase (weiße Morphe) und der dunklen oder blaue Phase (dunkle Morphe). Zwischen diesen beiden Phase kommen aber auch Übergänge vor.

Die Beine und die Füße weisen eine rötliche Färbung auf.

Zwischen den Zehen befinden sich die Schwimmhäute, die Zehen selbst enden in kleinen Krallen.

Der Schnabel der Schneegänse hat eine graurosa Färbung.

Die Schneegänse ernähren sich in ihren Brutgebieten vorwiegend von Wasser- und Sumpfpflanzen, Gräsern, Kräuter, Körnern, kleinen Wurzeln und Sämereien.

In ihren Überwinterungsgebieten fressen sie auch Krebstiere, Insekten und kleine Fische.

Wie die meisten Gänse schließen sich die Schneeganspaare für ein Leben lang zusammen und nehmen nur einen neuen Partner, wenn ihr alter Partner stirbt.

Mit zwei bis drei Jahren sind die Schneegänse geschlechtsreif.

 

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Meistens kommen sie gegen Ende April oder im Mai aus ihren Überwinterungsgebieten zurück. Zur Eiablage kommt es in der Regel aber erst im Juni.

Die Paare brüten in großen Kolonien, wo sich oftmals Tausende von Brutpaaren aufhalten.

Die Nistplätze liegen häufig an flachen Gewässern oder auf kleinen Inseln.

Die Bodennester der Schneegänse sind flache Mulden, die nur recht spärlich mit weichen Materialien ausgepolstert werden.

Das Weibchen legt zwischen drei bis sechs cremefarbene Eier ab, die es in einem Zeitraum von 23 bis 25 Tagen ausbrütet.

Während der Brutzeit wacht das Männchen über das Gelege und seine Partnerin. Die kleinen Schneegänse sind Nestflüchter und wiegen nach dem Schlüpfen nur etwa 30 Gramm.

Wie die Graugänse begeben sich die Schneegänse nach der Brut und dem Schlüpfen der Küken auf die Wanderschaft zu ihren neuen Weidegründen. Diesen Weg legen sie zu Fuß zurück, da die kleinen Küken ja noch nicht flugfähig sind.

Die Entfernung zwischen den Brutgebieten und den Weidegründen kann oft mehr als 30 Kilometer betragen.

Die jungen Schneegänse brauchen etwa sechs Wochen, bis sie flügge werden. In dieser Zeit durchlaufen die erwachsenen Schneegänse ihre Mauser und verlieren ihre Schwungfedern, was sie für mehrere Wochen ebenfalls flugunfähig macht.

Die erwachsenen und jungen Gänse verbringen diese Zeit vor allem damit zu fressen.

Bis Ende August sind sie und auch ihre Jungtiere voll flugfähig und können in ihre Überwinterungsgebiete ziehen.

Zu den natürlichen Feinden der Schneegänse gehören: arktische Füchse und arktische Wölfe sowie Möwen, Falken und Raben, die Beute auf Gänse oder deren Eier machen.

Schneegänse gelten derzeit nicht gefährdet. Neben der Kanadagans sind sie die häufigste in Nordamerika vorkommende Gänseart.

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Während ihrer langen Flugstrecken, die Schneegänse als Zugvögel zurücklegen, bilden sie eine mit der Spitze nach vorn gerichtete V-Flugformation.

So kann jeder der Vögel den Aufwind nutzen, der hinter den Flügeln des vorderen Nachbarn entsteht und verbraucht so weniger Energie.

Der kräftigste Vogel der Gruppe ist gewöhnlich das Leittier, das sich aber zeitweise von anderen Mitgliedern der Staffel ablösen lässt.

Schneegänse fliegen normalerweise mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 55 km in der Stunde.

Sie sind aber auch in der Lage, Geschwindigkeiten von bis zu 95 km in der Stunde zu erreichen.

 

Quelle:
Fotos: http://images.fws.gov/

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