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Der Riesenbärenklau (Herkulesstaude) - Giftpflanze des Jahres 2008

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Zwar gehört Herkulesstaude nicht zu den giftigsten Pflanzen, doch sie stellt durch die phototoxische Wirkung eine große Gefahr der Vergiftung dar.

Sie wurde beim Botanischen Sondergarten Wandsbek zur Giftpflanze des Jahres 2008 gewählt.

Bereits leichter Hautkontakt mit der Herkulesstaude und nachfolgende Sonneneinstrahlung können schwere Hautschädigungen auftreten lassen.

Die Herkulesstaude, auch „Herkuleskraut oder „Riesenbärenklau" genannt, ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler.

Die Herkulesstaude stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze und Bienenweide nach Mitteleuropa eingeführt. Inzwischen ist die Pflanze in ganz Mitteleuropa und Teilen Nordamerikas weit verbreitet.

In Europa wächst sie oft verwildert an Wald- und Wegrändern, auf feuchten, nährstoffreichen Böden und Fettwiesen. Sie wurde zu einer Plage, da sie in kürzester Zeit große Bestände bildet, die sich nur sehr schwer entfernen lassen.

Die Herkulesstaude sieht zwar mit seinen ihren riesigen Blütendolden sehr schön aus, ist aber eine giftige und gefährliche Pflanze.

Alle Teile der Herkulesstaude (Stängel, Blätter, und Haare) enthalten den Giftstoff Furocumarin, der bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht zu schwersten allergischen Hautreaktionen und schweren Verbrennungen führen kann.

Schon die bloße Berührung und das Tageslicht können bei Menschen zu schmerzhaften Quaddeln oder sogar schwer heilenden Verbrennungserscheinungen führen.

Die Hautreizungen oder die Blasen können wochenlang anhaltende nässende Wunden verursachen und sogar mit dauerhafte Pigmentveränderungen als Folge haben.

Auch Fieber, Schweißausbrüche und Kreislaufschocks können nach der Berührung mit der Pflanze auftreten.

Pflanzen, die an Orten wachsen, an denen sich Kinder aufhalten, sollten auf jeden Fall fachmännisch entfernt werden.

Wenn diese Pflanze z. B. auf einem Grundstück entfernt wird, sollte nach dem Kappen des Stängels auch die pfahlartige Wurzel der Pflanze ausgegraben werden.

Dabei sollte man Schutzkleidung tragen und besonderes die Hände, Augen und den Mund vor einer Berührung schützen. Die Blüten- oder Samenstände dürfen nicht kompostiert werden, sondern sollten über den Restmüll entsorgt werden.

Die Herkulesstaude ist eine bis über 3,5 m hohe Pflanze, mit im Grunde etwa 10 cm dicken, rot gesprenkelten Stängeln. Die Blätter sind 3-zählig-zerschnitten, und die Einzelblätter sind 5-schnittig und zugespitzt.


Die weißen Blüten, die von Juli bis September erscheinen, sitzen in bis 50 cm breiten Dolden.

Die Dolden einer einzigen Pflanze können bis zu 80.000 Einzelblüten enthalten und bis zu 30000 Samen ausbilden.

Die Herkulesstaude entwickelt eine starke Pfahlwurzel, die bis zu 60 cm lang werden kann und oben eine Dicke von bis zu 15 cm erreicht.

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Quelle:
Fotos: Copyright © 2008 GSM Grundschulmaterial Verlagsgesellschaft mbH (MF)
www.grundschulmaterial.de

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