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Demokratische Republik Kongo

Allgemeines und Geschichtliches 

Abb Hauptstadt: Kinshasa
Fläche: 2.345.410 qkm
Bevölkerungszahl: 50,3 Millionen
Bevölkerungsgruppen: Bantuvölker (80%), Sudangruppen (18%), Niloten, Pygmäen und Hamiten
Religion(en): 80% christliche Religionen

Das Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo war über Jahrhunderte Bestandteil der Bantukönigreiche. Im 15. Jahrhundert führten die Portugiesen in den Küstengebieten das Christentum und ihr Staatssystem ein.
Die Erforschung des Landesinneren begann erst im 19. Jahrhundert.

Im Jahr 1908 wurde das Gebiet belgische Kolonie.
1959 musste die belgische Regierung nach dem Entstehen gewaltbereiter Stämme Wahlen gestatten, die ein Jahr später zur Unabhängigkeit führten.
Kurz darauf aber brach bereits ein Bürgerkrieg zwischen verfeindeten Stämmen aus. 1963 wurden diese kriegerischen Auseinandersetzungen beendet und Joseph Mobuto kam durch einen Militärputsch an die Macht, die er bis 1997 in Händen behielt.

Das Ende der Regierungszeit von Mobuto begann mit einem Aufstand der von der Regierung seit jeher unterdrückten Tutsis, die sich im Osten des Landes gegen die drohende gewaltsame Vertreibung durch Hutu-Milizen zur Wehr setzten.

1997 übernahm Laurent Kabila die Herrschaft. Im Juli 1999 wurde ein Waffenstillstand zwischen Hutus und Tutsis vereinbart. Im Januar 2001 wurde Laurent Kabila unter ungeklärten Umständen ermordet, kurz darauf wurde sein Sohn Joseph als neuer Präsident vereidigt.

Lage und Klima 

Abb Den überwiegenden Teil des Landes (rund 60% der Gesamtfläche) nimmt das mit Regenwäldern bedeckte, ausgedehnte Flussbecken des Flusses Kongo ein.

Die höchste Bergkette verläuft entlang der Grenze zu Tansania, Burundi und Ruanda und weist mit dem Mount Stanley (5.120 m) die höchste Erhebung des Landes auf.

Das Shaba- oder Katanga-Bergland im Südosten des Kongobeckens erreicht Höhen bis 1500 m und ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer, Uran und anderen.

Der Wasserreichtum des Landes ist gewaltig. Das Kongobecken gilt nach dem Amazonasbecken als das zweitgrößte Flusssystem der Welt. Die Bergketten im Südwesten werden als Hochland von Bié zusammengefasst. Hier entspringt der Kasai, der bedeutendste südliche Zufluss des Kongo. Entlang der Flussläufe gedeiht üppiger Regenwald.

Von den Höhenlagen abgesehen ist das Klima des Landes tropisch heiß und feucht; Regen fällt das ganze Jahr über. Die Temperatur beträgt in den tiefer gelegenen Gebieten des Kongobeckens im Jahresmittel etwa 27°C, ist aber von Februar bis April, den heißesten Monaten, noch wesentlich höher. In Höhen über 1500 m liegt die mittlere Temperatur bei 19°C.

 

Sehenswürdigkeiten 

Die Vegetation ist besonders im Regenwald sehr üppig und artenreich. Einheimische Pflanzen sind:
Gummibäume, Ölpalmen, Kaffee und Baumwolle.
An Früchten gibt es:
Bananen und Kokosnüsse.
Nutzhölzer kommen in zahlreichen verschiedenen Arten vor, u.a. Teak, Ebenholz, Afrikanische Zeder und Mahagoni. Es gibt bedeutende Vorkommen verschiedener Tierarten, u.a. Gorillas. Zu den hier lebenden Säugetieren zählen:
Elefant, Flusspferd, Nashorn, Waldbüffel, Giraffe, Okapi, Zebra, Löwe, Leopard, Schakal, Hyäne und Schimpanse.
Zu den zahlreichen Kriechtieren gehören:
Mambas, Pythons und Krokodile. An Vögeln finden sich Papageien, Flamingos, Kuckucke, Reiher und Regenpfeifer.
Es gibt sehr viele Insekten, insbesondere Ameisen, Termiten und Moskitos, einschließlich der die Malaria übertragenden Anophelesmücke.

Wirtschaft 

Obwohl das Land über bedeutende Naturreichtümer verfügt, gehört es aufgrund des jahrelangen Bürgerkrieges heute zu den armen Ländern der Welt.
Das Wirtschaftswachstum betrug zwischen 1965 und 1985 nur ein Prozent jährlich. Seither geht die Wirtschaftsleistung von Jahr zu Jahr zurück.

Die Bergbauindustrie war nach einem Höhepunkt in den frühen siebziger Jahren von 1974 an vom Verfall der Kupferpreise auf dem Weltmarkt betroffen.

Zu Beginn der neunziger Jahre brach die Wirtschaft völlig zusammen: Es herrschte eine große Inflation, durch Unruhen unter den Arbeitern sanken die Exporterlöse, die Infrastruktur im Transportwesen zerfiel, die Auslandsschulden betrugen rund 11,3 Milliarden US-Dollar, und das Land war auf Nahrungsmittelimporte angewiesen.

Zwischen 1990 und 2001 lag die Inflationsrate durchschnittlich bei 846,2%. Das bedeutet, dass Geldscheine und Geldstücke keinen Wert mehr haben. Bezahlt wird nur noch im Tauschverfahren mit Gegenständen.

 

Quelle: Landkarte: Archiv Medienwerkstatt

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