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Bolivien

Allgemeines und Geschichtliches 

Abb FLÄCHE: 1.098.581 qkm.

BEVÖLKERUNGSZAHL: 8.724.156

BEVÖLKERUNGSDICHTE: 7,9 pro qkm. HAUPTSTADT: Sucre. Einwohner: 209.000 (2004).

VERWALTUNGS- UND REGIERUNGSSITZ: La Paz. Einwohner: 850.000 (2004).

Bolivien hatte bereits sehr früh (zwischen 600 und 1200 n.Chr.) eine hochentwickelte Kultur - die später durch die Ausdehnung des Inkareiches abgelöst wurde. Nach der Zerstörung des Inkareiches eroberten Spanier 1538 das Hochland und schöpften den Reichtum an Bodenschätzen für das Mutterland aus.

Anfang des 19. Jahrhunderts begann sich der Widerstand gegen die Kolonialmacht zu formieren, und 1825 wurde die Unabhängigkeit ausgerufen. Bolivien ist nach dem Revolutionsführer Simón Bolívar benannt, der auch die erste Verfassung entwarf. Die folgenden Jahrzehnte waren durch eine nicht enden wollende Reihe von Militärdiktaturen und dem Ausbruch des Chacokrieges (1932-1935) gekennzeichnet, an dessen Ende Bolivien das Gebiet des Gran Chaco einbüßte.

Aus den Präsidentschaftswahlen im August 1997 ging Hugo Bánzer Suárez, der das Land bereits von 1971 bis 1978 diktatorisch regiert hatte, als Sieger hervor. Im August 2001 mußte Bánzer aufgrund einer Krebserkrankung das Amt an den bisherigen Vizepräsidenten Jorge Quiroga übergeben.

Lage und Klima 

Abb Bolivien ist ein Andenland, das Hochgebirge erstreckt sich von Norden nach Süden im westlichen Teil des Landes. Im Westen, an der Grenze zu Chile, liegt die Westkordillere, im Nordosten die Ostkordillere, das Kernstück der Anden. Beide umgrenzen das Bolivianische Hochland.

In der Cordillera Real erreichen die Anden mit dem Illimani (6.882 m- siehe Foto) ihre größte Höhe. Bolivien setzt sich aus unterschiedlichen Regionen zusammen: dem Altiplano (Bolivianisches Hochland), den Yungas, einer stark bewaldeten Region des östlichen Bolivianischen Berglandes, sowie den im Osten gelegenen Llanos (Tiefland).

Im Westen Boliviens an der Grenze zu Peru liegt der Titicacasee, höchster schiffbarer See der Welt und größter See Südamerikas. Obwohl Bolivien in den Tropen liegt, bedingen die großen Höhenunterschiede des Landes ein unterschiedliches Klima. In den höher gelegenen Regionen ist das Klima kalt und trocken, im Altiplano und Tiefland herrscht ein feuchtheißes bis trockenes Klima. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 8,3°C im Altiplano und 26,1°C in den am höchsten gelegenen Tälern.

 

Sehenswürdigkeiten 

Abb Die Kleidung, Sprache, Architektur und Lebensweise der einheimischen Bevölkerung hält an den Traditionen ihrer vorkolonialen Vorfahren fest, die sich jedoch teilweise mit spanischen Bräuchen vermischt hat.

Die Kleidung ist bunt und den Anforderungen des Lebens in großen Höhen angepasst. Feiertage und religiöse Feste werden mit Tänzen und Feiern begangen. Bei großen öffentlichen Versammlungen, wie beispielsweise religiösen Festen, spielen im Allgemeinen Ensembles aus Blas- und Schlaginstrumenten.

Das Lama, das hauptsächlich im Altiplano beheimatet ist, dient als Lasttier und Lieferant für Milch, Fleisch und Wolle. Alpakas, Vikunjas und Guanakos leben ebenfalls in der Hochebene.

Affen, Pumas, Jaguare, Gürteltiere sowie zahlreiche Reptilien-, Vogel- und Insektenarten sind hauptsächlich in den tropischen Regenwäldern beheimatet. In den Savannen leben Nandus, giftige Schlangen und Termiten.

Der Kondor, größter flugfähiger Landvogel, ist in den Anden und dem Hochland zu Hause.

Wirtschaft 

Bolivien gehört trotz seines Reichtums an Bodenschätzen zu den am wenigsten entwickelten Ländern Südamerikas. Obwohl die größten Bergbauunternehmen in den fünfziger Jahren verstaatlicht wurden, hat die bolivianische Regierung die Entwicklung der privaten Industrie und Investitionen ausländischen Kapitals aktiv gefördert. Bolivien verfügt über reiche Erzvorkommen. In den zahlreichen Erzlagerstätten werden Zinn, Blei, Silber, Kupfer, Antimon, Zink, Schwefel, Wismut, Gold und Wolfram abgebaut.

Der Bergbau, wichtigster Devisenbringer Boliviens, erlitt Ende der achtziger Jahre durch den Preisverfall an den Weltmärkten und die Erschöpfung der Minen einen Einbruch.

In der Landwirtschaft sind etwa die Hälfte der Erwerbstätigen des Landes beschäftigt, die ein Viertel des Wirtschaftsumsatzes erwirtschaften.

 

Quelle: Kartengrafik: Archiv Medienwerkstatt Foto: mfG Bernhard Mühr (www.weltderberge.de)

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