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Hausgänse

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Die Hausgänse stammen von den Graugänsen ab und bilden mit diesen eine Art. Im Gegensatz zu den Graugänsen sind die meisten Hausgänse nicht flugfähig.

Durch das hohe Gewicht und die verkümmerten Flügel und Federn ist ihnen ihr Flugvermögen fast völlig verlorengegangen.

Bereits im Altertum waren domestizierte Graugänse in Europa und im Mittelmeerraum als Haustiere weit verbreitet.

Heute sind die weißen Hausgänse durch den Menschen auf der ganzen Welt verbreitet.

Sie werden 75 bis 90 Zentimeter lang und wiegen, wenn sie gemästet werden bis zu sechseinhalb Kilogramm.

Wie bei den Graugänsen sind die Männchen und Weibchen an äußeren Merkmalen so gut wie nicht zu unterscheiden.

Etwa im Juli beginnen sich die Gänse zu mausern. Sie bekommen dann nach und nach ein neues Federkleid.

 

Weil die Hausgänse ziemlich anspruchslos sind und auch in kälteren Gegenden gut überwintern, wenn man ihnen nur einen windgeschützten Unterstand bietet, waren sie früher als Lieferanten von Eiern, Federn und sehr wohlschmeckendem Fleisch auf fast jedem Bauernhof zu finden.

Sie wurden früher frei auf Wiesen und abgeernteten Feldern gehalten.

Das kommt heutzutage (so wie auf den Fotos abgebildet) nicht mehr häufig vor.

Durch die Umstellung der Landwirtschaft auf rationellere Wirtschaftsmethoden ist die traditionelle Gänsehaltung auf den Bauernhöfen sehr stark zurückgegangen.

Die meisten Hausgänse werden in Massentierhaltung gezüchtet und fristen ihr trostloses Dasein in engen Ställen oder Gattern, um eine möglichst schnelle Gewichtszunahme zu erreichen.

Die gewaltsame Fütterung - das Stopfen - mit schnell fettmachender Nahrung ist in Deutschland zwar untersagt, doch auch ohne diese Quälerei setzen Gänse bei ausreichender Futtermenge schnell Fett an.

Obwohl sich Gänse eigentlich fast ausschließlich von Pflanzen ernähren und am liebsten frische Gräser abweiden, werden sie mit industriell gefertigtem Futter schnell gemästet, um dann nach einem kurzen und qualvollen Leben als Martinsgang oder Weihnachtsgans zu enden.

 

Die Gänseleber zur Zubereitung der von vielen Menschen gern verzehrten Gänseleberpastete wird meist aus Frankreich, Italien und Ungarn importiert, da das Stopfen von Gänsen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verboten ist und die Leber hier daher nicht die erforderliche Größe erreicht.

Wenn man sich diese Gänse auf den Fotos allerdings anschaut, oder sie sogar besucht hat, kommt man nicht auf den Gedanken, Gänseleberpastete oder einen Gänsebraten zu verzehren, der von Tieren stammt, die qualvoll gezüchtet wurden.

 

Anmerkung:

Als echter Enten- und Gänsefan würde ich überhaupt nie Fleisch von diesen Tieren essen, aber das ist Ansichts- und Einstellungssache.

Doch Fleisch von gequälten Tieren zu verzehren, sollte sich auch ein so genannter angeblicher „Gourmet" reiflich überlegen.

 

 

Quelle:
Fotos: Copyright © 2008 GSM Grundschulmaterial Verlagsgesellschaft mbH (MF)
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