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Haus Langendreer

Wie viele andere Häuser des westfälischen Adels war auch das spätere Haus Langendreer ursprünglich ein Bauernhof.
Die „Schulten von Drere“ - eine seit etwa 1300 am Ort wohnende Adelsfamilie - machte den Hof zu ihrem Wohnsitz.

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Wohl erst im 14. Jahrhundert wurde er umgebaut.
Neben dem bäuerlichen Wirtschaftshof entstand ein steinernes Herrenhaus.
Sowohl der Wirtschaftshof als auch das Herrenhaus lagen jeweils auf einer kleinen Insel und waren von einem Wassergraben umgeben.

Als 1447 Dietrich von Dreer kinderlos starb, erbte seine Schwester Bate den Adelssitz.
Sie war mit Arndt von der Borch verheiratet.
Die Familie von der Borch stammte aus Ostwestfalen und hatte dort und im Land Lippe reichen Besitz.
Deshalb wohnte die Familie lieber dort.

 

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Erst als Allhard Philipp von der Borch 1642 die Güter in Langendreer erbte, ließ sich die Familie von der Borch für längere Zeit in Langendreer nieder.
Allhard Philipp von der Borch ließ 1643 das in der Zwischenzeit heruntergekommene Herrenhaus erneuern.
Es wurde nun eine rechtwinklige Zweiflügelanlage mit einem zentralen Treppenturm.
Dieser wurde von einer barocken Haube gekrönt.

Haus Langendreer blieb Wohnsitz der Familie von der Borch. Aber ihre Angehörigen waren als Stiftsdamen, Offiziere, Beamte und Diplomaten in ausländischen Diensten und somit oft sehr lange abwesend.
Als Adrian Allhard von der Borch durch seine Heirat die ostwestfälischen Güter zurückgewann, verließ die Familie von der Borch 1792 endgültig Langendreer.
Das nun unbewohnte Schloss verfiel erneut.

 

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Über 100 Jahre später, nämlich im Jahr 1905, verkaufte Allhard Freiherr von der Borch seinen gesamten Langendreerer Besitz an die Bergwerksgesellschaft „Louise Tiefbau“.
Sie ließ das Herrenhaus 1908 abbrechen.
Die besser erhaltenen Wirtschaftsgebäude wurden in Arbeitsunterkünfte umgewandelt.

Die Reste des alten Adelsitzes, darunter das so genannte Treppengiebelhaus, wurden inzwischen vom neuen Besitzer, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, restauriert und in eine neu eingerichtete Behindertenschule integriert.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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