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Peru

Allgemeines und Geschichtliches  

Abb FLÄCHE: 1.285.216 qkm.

BEVÖLKERUNGSZAHL: 27.639.000

BEVÖLKERUNGSDICHTE: 22 pro qkm.

HAUPTSTADT: Lima. Einwohner: 8.380.600

Rund um das 12. Jahrhundert siedelten sich die Inka in Cuzco an und gründeten das Reich Tawantinsuyu, in dem auch ältere Hochkulturen aufgingen. 1531 kam Francisco Pizarro mit einer kleinen Streitmacht ins Land und unter Ausnützung interner Erbfolgestreitigkeiten zwischen den Huascar und den Atahualpa, eroberte er das Inkareich.

Obwohl es in den letzten Jahren der Kolonialzeit zu einer Reihe von Aufständen gekommen war, gehörte Peru zu einem der letzten Länder des Kontinents, die ihre Unabhängigkeit errangen.

Lage und Klima 

Abb Peru gliedert sich in drei naturräumliche Großeinheiten:
Küste (11% der Staatsfläche),
Gebirge (26%) und
Waldgebiete (63%).
Die Küstenebene besteht aus einem langgezogenen Landstreifen, der sich längs der gesamten Küste von Norden nach Süden erstreckt. In diesem Tiefland befinden sich einige der wichtigsten Städte des Landes.

Parallel zur Küstenebene liegt die sich östlich anschließende Sierra, ein Abschnitt der Anden, der sich aus drei Hauptgebirgszügen zusammensetzt. Der Huascarán ist mit 6768 m höchster Berg des Landes. Im Südosten Perus ist ein ausgedehntes Hochland ausgebildet, in dem sich auch der Titicacasee, der höchste schiffbare See der Welt, befindet.

Geographisch liegt Peru in den inneren Tropen, der kalte Humboldtstrom beeinflusst jedoch die Küstenzonen. Das Klima weist, abgesehen von den mittleren Küstenstrichen, eine trockene und eine regenreiche Jahreszeit auf, ist allgemein nach Region und Höhenlage sehr unterschiedlich ausgeprägt und reicht von tropischem Klima in den Urwäldern bis zu arktischem Klima in den Gebirgsregionen der Anden.

 

Sehenswürdigkeiten 

Das indianische Erbe Perus gehört zu den vielschichtigsten Südamerikas. Bei archäologischen Ausgrabungen wurden zahlreiche monumentale Bauten und Anlagen frei gelegt, wie z.B. die Stadt Machu Picchu nordwestlich von Cuzco.

Die Architektur der spanischen Kolonialzeit stellt eine Mischung aus spanischen und indianischen Formen dar.

Die Pflanzenwelt ist in Peru äußerst vielfältig. Während in den sandigen Küstenebenen Wüstenvegetation vorherrscht (Sträucher, Gräser und Knollenpflanzen) gedeiht in den Wäldern eine ungeheure Fülle von Bäumen, Kletterpflanzen und Kräutern wie etwa Mahagonibäume, Zedern, Kautschukbäume, Chinarindenbäume, Sarsapilla- und Vanillepflanzen sowie eine große Vielfalt anderer tropischer Gewächse.

Auch die Tierwelt Perus ist vielfältig. In der Küstenebene und auf den der Küste vorgelagerten Inseln leben Möwen, Pelikane und Seeschwalben, Seelöwen, Eidechsen, Insekten, Taranteln und Skorpione. Die peruanischen Küstengewässer sind Lebensraum u.a. von Anchovis, Sardinen, Schellfischen, Seezungen, Makrelen, Adlerfischen, Hummern und Garnelen. In der Sierra sind Lamas, Alpakas, Chinchillas und Guanakos verbreitet. Zu den Tieren der Urwälder gehören Jaguare, Pumas, Gürteltiere, Pekaris, Ameisenbären, mehrere Dutzend Affenarten, Alligatoren, Schildkröten und eine Vielfalt von Schlangen und Insekten.

Wirtschaft 

Trotz umfangreicher Rohstoffvorkommen befand sich die peruanische Wirtschaft in den siebziger und achtziger Jahren in einer tiefen Krise. 1990 startete die Regierung ein Sparprogramm, das in Verbindung mit einem strengen Programm zur Steuereintreibung zu einer Verbesserung der Volkswirtschaft führte. Rund ein Drittel der Erwerbstätigen Perus arbeiten in der Landwirtschaft.

Peru verfügt über große Reserven an Bodenschätzen, zu den umfangreichsten Rohstoffen gehören Kupfer-, Gold-, Silber-, Eisen-, Blei- und Zinkerz sowie Erdöl und Erdgas.
Dem Bergbau kommt eine bedeutende Stellung innerhalb der peruanischen Wirtschaft zu. Bei einigen Metallen (z.B. Zink-, Blei- und Silbererz) zählt Peru zu den weltweit führenden Förderländern.

 

Quelle: Kartengrafik: Archiv Medienwerkstatt

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