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Uruguay

Allgemeines und Geschichtliches 

Abb FLÄCHE: 175.016 qkm.

BEVÖLKERUNGSZAHL: 3.428.900

BEVÖLKERUNGSDICHTE: 20 pro qkm.

HAUPTSTADT: Montevideo. Einwohner: 1.346.900 (2004).

Das Gebiet des heutigen Uruguay wurde 1516 vom spanischen Seefahrer Juan Díaz de Solís entdeckt, die tatsächliche Besiedlung durch Spanier begann aber erst ab 1611 mit der Einführung der Viehzucht in dieser Region. Wegen Gebietsstreitigkeiten mit Brasilien erhielt der Gouverneur von Buenos Aires 1724 den Auftrag, eine Befestigungsanlage in Montevideo zu errichten.

Die folgenden Jahre waren durch ständige Konflikte zwischen der konservativen Partido Blanco und der liberalen Partido Colorado gekennzeichnet.

Lage und Klima 

Abb Das südöstliche Uruguay besteht aus weiten Grasebenen; nur das den Gezeiten ausgesetzte Marschland entlang der Atlantikküste bildet eine Ausnahme. Der Norden des Landes ist von Hügelketten durchzogen, deren Höhe zwischen 200 und 500 Metern schwankt.

Der Süden des Landes ist größtenteils flach und für die Viehzucht geeignet. Waldgebiete liegen vor allem an entlang der Flussläufe.
In Uruguay herrscht ein gemäßigtes Klima. Die durchschnittliche Temperatur der wärmeren Monate Januar und Februar beträgt 21,7° C und im kältesten Monat Juni 10° C. Während der Wintermonate wehen die kalten, als Pamperos bekannten Stürme aus Südwesten.

 

Sehenswürdigkeiten und Kultur 

Im heutigen Uruguay sind westeuropäische Traditionen weit verbreitet. Bis zum 19. Jahrhundert war der Großteil der indianischen Urbevölkerung von Europäern, vorwiegend Spaniern und Italienern, verdrängt worden. Das Land hat seit dieser Zeit die kulturellen Sitten und Bräuche der Einwanderer angenommen. Uruguays Volksmusik und Volkstänze ähneln jenen Argentiniens sehr; auch hier ist der Gaucho (Viehhirte) zum Gegenstand der Folklore und der Musik geworden.

Wirtschaft 

Hauptstütze des wirtschaftlichen Lebens ist die Viehhaltung. Die Industrie gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Großteil der wirtschaftlichen Betriebe befindet sich in Privatbesitz. Die Regierung betreibt Monopolunternehmen wie die staatliche Eisenbahn, die Energieversorgung, das Telefonwesen, die nationale Fluggesellschaft und die staatlichen Rundfunkgesellschaften.

 

Quelle: Kartengrafik: Archiv Medienwerkstatt

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