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Paraguay

Allgemeines und Geschichtliches 

Abb Paraguay wurde von drei verschiedenen Volksgruppen, den Guaraní, den Guaycurú und den Payaguá, besiedelt. Als erster Europäer kam der portugiesische Entdecker Alejo García vermutlich um 1525 ins Land.

1609 siedelten sich die Jesuiten (ein katholischer Orden) an und errichteten ein System von Missionen zur Bekehrung der Eingeborenen, das sich durch die gemeinsame Bewirtschaftung der Felder und durch kunsthandwerkliche Tätigkeit auszeichnete.
Politische Motive führten im 18. Jahrhundert zur Vertreibung der Jesuiten durch die spanische Krone.

In den folgenden Jahren wechselten einander viele Präsidenten ab, bis 1954 General Alfredo Stroessner die Macht übernahm und bis 1958 diktatorisch regierte um sich nach 1958 alle fünf Jahre im Amt "bestätigen" zu lassen.
Bei den Wahlen von 1968 durfte erstmals seit 30 Jahren die Opposition eigene Kandidaten aufstellen.

Im Juni 1996 gipfelte die Unzufriedenheit weiter Teile der Bevölkerung in einem landesweiten Generalstreik. Die Präsidentschaftswahlen im Mai 1998 gewann mit 53,9% der Stimmen die Colorado-Partei mit ihrem Spitzenkandidat Raúl Cubas. Als Vizepräsident Luis María Argaña 1999 bei einem Attentat erschossen wurde, musste Cubas sein Amt zurücklegen. Luis Gonzalez Macchi folgte ihm als Präsident.

Lage und Klima 

Abb Der Fluss Paraguay teilt das Land in zwei Großeinheiten. Die westliche Region umfaßt das flache Aufschüttungsgebiet des Gran Chaco, einer ausgedehnten Ebene, die sich von Paraguay aus auch nach Bolivien, Argentinien und Brasilien erstreckt. Grasfluren, Sümpfe und lichter Buschwald prägen diese Region. Der Osten des Landes besteht vornehmlich aus Ebenen, wird von den Zubringern des Flusses Paraguay und des Paraná bewässert und weist eine urwaldähnliche Vegetation auf.

Paraguay hat subtropisches Klima. In Asunción reichen die mittleren Temperaturen von 17°C im Juli bis 27°C im Januar. Im Gran Chaco können an heißen Tagen 45°C überschritten werden. Obwohl die Temperatur dort bis zu -2°C sinken kann, gibt es kaum Schnee. Die Hauptregenzeit dauert von Dezember bis März.

 

Sehenswürdigkeiten, Pflanzen und Tierwelt 

Paraguay teilt im Wesentlichen die Tier- und Pflanzenwelt der benachbarten Länder Südamerikas. Im niederschlagsreichen Osten gedeiht dichter, immergrüner Regenwald, der eine Vielfalt tropischer Baum-, Gras- und Farnarten beherbergt. Im Gran Chaco ist die Vegetation vergleichsweise artenarm. Verbreitet ist hier der rote Quebrachobaum, der besonders reich an Tannin ist, das zur Gerbung von Leder verwendet wird.

Zur Tierwelt Paraguays gehören Gürteltiere, Capybaras (große Nagetiere), Tapire, Jaguare, Ameisenbären, Wildschweine, Damhirsche, Kaimane und verschiedene Schlangenarten.

Zu den heimischen Vögeln zählen Tukane, Ibisse, Reiher, verschiedene Entenarten, Rebhühner, Sittiche und andere Papageien sowie Nandus. Viele Vogelarten haben ein auffallend farbenfrohes Gefieder.

Wirtschaft 

Der wichtigste Wirtschaftszweig Paraguays ist die Landwirtschaft, auch wenn seit den siebziger Jahren der Industriesektor beträchtliche Zuwachsraten verzeichnet. Die industrielle Produktion beschränkt sich weitgehend auf land- und forstwirtschaftliche Güter. Vorherrschende Zweige sind Holz- und Fleischverarbeitung, Gewinnung pflanzlicher Öle sowie Herstellung von Süßwaren und Fruchtsäften. Darüber hinaus gibt es Textil- und Glasfabriken sowie ein Zementwerk.

 

Quelle: Karten: Archiv Medienwerkstatt

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