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Einen Stein im Brett haben

Was bedeutet es, wenn du bei jemandem einen Stein im Brett hast und woher kommt eigentlich diese Redensart?
Wenn du bei deinem Lehrer einen Stein im Brett hast, dann ist das sehr gut für dich, denn dann kann dich dieser Lehrer gut leiden. Und wenn dein Vater in seiner Stammkneipe vom Wirt regelmäßig ein kostenloses Bier bekommt, dann hat er bei diesem Wirt einen Stein im Brett. Immer wenn jemand das Wohlwollen eines anderen genießt, hat er bei diesem einen Stein im Brett.

Ursprung und Entstehung der Redewendung

Diese Redewendung wird unter den Menschen schon sehr lange benutzt. Einen ersten Nachweis gibt es in Joh. Agricolas "Sprichwörtersammlung" von 1529.
"Ich hab eyn guten steyn im brette".
Der Anfang für das Entstehen dieser Redensart ist ein Brettspiel: das "Puffspiel" oder auch "Tricktrack". Im Spiel hat derjenige einen guten Stein im Brett (oder auf dem Brett), der zwei nebeneinander liegende Felder mit seinen Steinen besetzt hat, weil er dem Gegner im Spiel das Gewinnen schwerer macht.

Es ist also der zweite Stein auf dem Spielbrett, der einem hilft, den Gegner zu besiegen. Und dieser zweite Stein wird deshalb im übertragenen Sinne "als guter Stein im Brett" bezeichnet.

Quelle: Medienwerkstatt

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