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Der Filmprojektor (altes Modell)

Siemens Filmprojektor (Baujahr ca. 1930) 

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Das ist ein Stummfilmprojektor, den die Firma Siemens vermutlich vor 80 Jahren hergestellt hat. Er besteht fast nur aus Metallteilen. Die Aufgabe des Projektors ist es, einen Filmstreifen mit einem Lichtstrahl auf eine Bildwand zu projizieren. Dieser Projektor stammt aus einer Zeit, als die Filme noch keinen Tonstreifen hatten. Auf beiden Seiten des Filmstreifens gab es für den Transport kleine Löcher (die Perforation). Du kannst das an den braunen Transporträdchen auf dem Bild erkennen.

Filme gibt es seit 100 Jahren 

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Das Geburtsjahr des Stummfilms ist das Jahr 1895. Damals wurden die Filmstreifen meistens auf dem Jahrmarkt zur Belustigung der Leute gezeigt. Richtige Kinos gab es noch nicht. Die ersten Filme dauerten nur drei oder vier Minuten. Sie waren schwarz-weiß. Gezeigt wurden den Menschen zum Beispiel ein boxendes Känguru oder ein Dampfzug, der in einen Bahnhof einfuhr.
Der Lieblingsfilm der Leute aus dieser Anfangszeit des Kinos war eine Straßenbahn, die in Berlin über eine Kreuzung fuhr.
Viele bekamen dabei Angst und dachten, sie würden überfahren. In den Schulen lehnten die Lehrer den Film ab, weil sie dachten, dass die Kinder damit nichts Vernünftiges lernen können.

 

Die wichtigsten Bauteile eines Filmprojektors 

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• die Lichtquelle (eine Glühdrahtlampe
• das Malteserkreuzgetriebe, das den Filmstreifen ruckartig durch das Bildfenster transportiert.
• die Blende, die sich öffnet, wenn sich ein Bild vor dem Bildfenster befindet - und sich wieder schließt, wenn der Film weitertransportiert wird.
• das Objektiv, um das Bild scharf und in der richtigen Größe auf die Bildwand zu projizieren.

Auf diesem Bild kannst du die Umlaufscheibe (Blende) die sich direkt vor der Lampe dreht, gut erkennen. Die Scheibe dreht sich einmal in einer Sekunde. Somit trifft also in einer Sekunde der Lichtstrahl 2-mal auf das Filmbild. Die runde Scheibe hat zwei geschlossene und zwei offene Sektoren.
Überlege wie das funktioniert!

So funktioniert der Projektor 

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Bei der Filmvorführung werden pro Sekunde 24 Standbilder gezeigt. Das bedeutet, dass der Film in einer Sekunde 24 mal angehalten wird. In der kurzen Zeit, wenn das Bild angehalten wird, geht der Lichtstrahl durch den Film und das Objektiv hindurch und strahlt das vergrößerte Bild auf die Leinwand. Während der kurzen Transportzeit bis zum nächsten Bild verschließt die Umlaufblende  den Lichtstrahl. Damit man auf der Leinwand kein Flackern sieht zwischen Hell und Dunkel ist im Projektor noch eine Umlaufscheibe eingebaut. Auf der Projektionsleinwand wo man das Filmbild sieht flackert es in 1 Sekunde 48 mal. Diesen Wechsel kann das menschliche Auge nicht mehr erkennen.
Deshalb denken wir, dass der Film ohne Rucken läuft. Jedes Filmbild wird zweimal gezeigt, bevor das nächste Bild genau im Bildfenster wieder angehalten wird.

 

Quelle: Foto und Text Medienwerkstatt (AG)

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