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Wüstenrose - Sandrose

Abb Die wasserlöslichen Wüstenrosen – auch Sandrosen oder Gipsrosen genannt - entstehen im Wüstensand von trockenen und heißen Klimagebieten.

Dabei handelt es sich um eigenwillige Steingebilde, die aus Sandkörnern bestehen, die in einen Kristall aus Gips eingeschlossen sind.

Die Bildung dieser „Rosen" erfolgt unsichtbar im Wüstensand an der Unterkante des einsickernden „Taues" und aus sulfatreichem, aufsteigendem Grundwasser.

Durch die in den Wüstengebieten schnell verdunstende Oberflächenfeuchtigkeit wird Grundwasser durch Kapillarkräfte nach oben gefördert. Die Mineralien, die im Grundwasser enthalten sind, kristallisieren durch die fortschreitende Verdunstung aus und bilden zusammen mit dem Sand die typische blattförmige Kristallstruktur.

Abb Wegen der eingeschlossenen Sandkörner haben Sandrosen meistens eine gelbliche, braune oder rötliche Farbe und eine körnige Oberfläche.

Wenn besonders viele Sandkörner umschlossen sind, entstehen Formen, die wie grobe, große Kristalle aussehen.

Wüstenrosen entstehen nur in Wüstengebieten, und daher sind sie vor allem in der Sahara und im Südwesten der USA zu finden.

Es gibt kleine Exemplare von einigen Zentimetern Durchmesser, aber auch riesige, mehrere Meter große Wüstenrosen. Wüstenrosen sind recht stabil und können, wenn sie trocken gelagert werden, ewig halten. Daher sind sie bei Stein- und Mineraliensammlern auch sehr beliebt.

Die hier abgebildeten Wüstenrosen stammen aus Saudi-Arabien.

 

 

Quelle:
Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker

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