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Gleitschirmfliegen

Das Gleitschirmfliegen wurde 1965 von David Barish erfunden.
Es entstand im Rahmen von Forschungsarbeiten der NASA, die rechteckige, Einzelflächen-Fallschirme ausprobieren wollte.

Bei der Luftsportart Gleitschirmfliegen sitzt der Pilot in einem Gurtzeug unter dem Gleitschirm.
Mit dem Gleitschirm ist er durch Leinen verbunden.

 

 

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Gleitschirme  werden von Bergen und Hügeln aus gestartet. Auch an steilen Küstenabschnitten oder mit Hilfe einer Schleppwinde können Gleitschirme starten.
Dafür gibt es verschiedene Starttechniken, die sich im Ablauf voneinander unterscheiden.

Der Gleitschirm lässt sich durch eine rechte und linke Steuerleine steuern.
Zieht der Pilot an einer dieser Steuerleinen, wird der Gleitschirm einseitig angebremst und lenkt in Richtung der angebremsten Seite in eine Kurve.
Langgezogene, flache Kurven können auch allein durch Gewichtsverlagerung geflogen werden.
Eine weitere Möglichkeit zum Steuern bietet die hinterste Leinenebene, die durch maßvollen Einsatz die Steuerleinen im Notfall ersetzen können.
Ein beidseitiges Ziehen dieser Steuerleinen bewirkt ein Abbremsen des Gleitschirmes.
Dies wird insbesondere beim Starten und Landen sowie zum Erreichen des geringsten Sinkens eingesetzt.

 

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In den meisten Ländern Europas sowie Nord- und Südamerikas ist eine Ausbildung zum Gleitschirmfliegen vorgeschrieben. Die Ausbildung geschieht in der Regel in einer Flugschule.

Verglichen mit anderen Flugsportarten ist das Gleitschirmfliegen günstig: Ausbildung und eine gebrauchte Komplettausrüstung kosten zusammen ca. 2.500-4.000 Euro. 

Beim Gleitschirmsport gibt es verschiedene Disziplinen: Streckenfliegen, Gleitschirmakrobatik, Biwakfliegen (dabei werden größere Strecken mit einfachen Übernachtungen zurückgelegt, wobei der Pilot  alle Sachen für die Übernachtung mit sich führt).

Der aktuelle Weltrekord im Streckenfliegen liegt bei 501,1 km. Er wurde am 14. Dezember 2008 in Copperton, Südafrika, von dem südafrikanischen Piloten Nevil Hullet geflogen.

Der aktuelle Höhenrekord wurde 1993 von Robbie Whittall aufgestellt. Er flog in Südafrika 4.526 m hoch.

 

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Der Gleitschirmsport ist ein sehr naturnaher und umweltfreundlicher Sport, da er selbst keinen Lärm oder Abgase produziert.

Beliebt sind auch Tandem-Gleitschirmflüge.
Der Passagier sitzt hierbei vor dem Piloten und kann die herrliche Aussicht genießen.

 

 

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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