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Bachforelle


Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) hat die Bachforelle zum Fisch des Jahres 2005 gewählt.

Die Bachforelle zählt zu den bedrohten Tierarten.


Aussehen 

Abb Die Bachforelle (Salmo trutta fario) gehört zu den Salmoniden.

Sie ist ein Süßwasserfisch.

Die Bachforelle hat einen langgestreckten, seitlich abgeflachten Körper. Sie besitzt eine helle mit roten Tupfen besäte Fettflosse zwischen der Rücken – und Schwanzflosse.

Das Schuppenkleid hat kleine Schuppen. In jungen Jahren besteht es aus Querstreifen auf silberfarbenem Grund.

Mit der Laichreife passt sich die Farbe des Schuppenkleides von dunkelgrün bis braun dem Gewässer an.

Die Bachforelle hat sowohl dunkle als auch entlang der Seitenlinie rote, hellumrandete Flecken. Diese weisen auf den laichreifen Fisch hin. Der Bauch ist weißlich gefärbt.

Die Bachforelle hat einen kleinen Kopf mit einem endständigen Maul.

Bachforellen erreichen eine durchschnittliche Größe von 30-60 cm und wiegen durchschnittlich 0,5 bis 2 kg. Bei entsprechendem Nahrungsangebot und größeren Wassertiefen können Bachforellen aber auch über 1 Meter lang werden und ein Gewicht von bis zu 9 kg erreichen.



 

Vorkommen und Lebensweise 

Die Bachforelle lebt in kalten, kühlen und sauerstoffreichen Fließgewässern und auch in Seen mit kiesigem Untergrund. Sie findet man in ganz Europa bis Asien.

Sie ist ein Leitfisch der Forellenregion.

Bachforellen sind schnelle Schwimmer. Sie bringen es kurzfristig auf bis zu 35 km/h. Außerdem schaffen sie es, bis zu einer Höhe von 80 cm aus dem Wasser zu springen.

Bachforellen ernähren sich von Insektenlarven und Kleinkrebsen. Größere Bachforellen verzehren auch kleine Fische und Kaulquappen.



Fortpflanzung 

Die Weibchen werden mit 3 Jahren geschlechtsreif, die Männchen bereits mit dem 2. Lebensjahr.

Zur Eiablage ziehen die Bachforellen bis in die Quellregionen. In der Zeit von Oktober bis Januar suchen sich die Weibchen einen kiesigen Untergrund und schlagen mit ihrem Schwanz Gruben von 15-30 cm Tiefe.

Dann legen sie pro kg Körpergewicht ca. 1500 klebrige, rötliche Eier mit einem Durchmesser von 4-5 mm dort ab. Der Milchner gibt die Spermien hinzu und bedeckt danach den Laich mit Kies. Anschließend wandern die Elterntiere in ihre Reviere zurück.

Die Brutdauer beträgt 2-4 Monate.

Die 1 bis 2 cm großen, frisch geschlüpften Larven leben solange im Kiesbereich, bis der Dottervorrat aufgebraucht ist. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung im Kiesbereich (Kieslückensystem) ist Voraussetzung. Die Zwischenräume dürfen u.a. nicht mit Schlamm zugeschwämmt werden, damit sich die Bachforellenlarven entwickeln können. Sonst sterben sie ab.



Gefährdungsursachen

Durch die Regulierung und Verbauung unserer Flüsse und Bäche sind die natürlichen Lebensräume der Bachforellen selten geworden. Viele Barrieren in Form von Staustufen und Wehren behindern die Bachforellen auf ihren Wanderungen und schneiden sie von ihren Laichrevieren ab. Außerdem finden viele von ihnen in den Turbinen von Wasserkraftwerken den Tod.

Die Gewässerverschmutzung und der saure Regen haben ihrerseits dazu beigetragen, dass der Bachforelle heute höchstens noch 10 Prozent ihres ursprünglichen Lebensraumes bleiben. Seit Ende der neunziger Jahre werden zudem von Anglern aus Südbayern im Sommer und Herbst massive Bachforellensterben gemeldet.

Mit einem groß angelegten Untersuchungsprogramm versuchen derzeit der Landesfischereiverband Bayern (LFV) und das Bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft (LfW) den Ursachen auf die Spur zu kommen. Vieles deutet darauf hin, dass weder Giftstoffe noch eine Fischkrankheit im klassischen Sinn in Frage kommen.

Dass die Bachforelle dennoch weit verbreitet ist, ist vor allen Dingen den Besatzmaßnahmen der Angler zu verdanken. Langfristig können solche Bemühungen aber nur zum Erfolg führen, wenn sie von grundlegenden Verbesserungen begleitet werden. Das bedeutet, wir brauchen naturnahe, durchgängige und strukturreiche Fließgewässer sowie eine hohe Wasserqualität. Nur dann hat die Bachforelle eine Chance wieder zum normalen Inventar unserer heimischen Naturlandschaft zu werden.

 

Quelle:
Foto und Text Gefährdungsursachen: Mit freundlicher Genehmigung vom VDSF Verband Deutscher Sportfischer e.V.
http://www.vdsf.de/
Fotovermerk: Die Bachforelle in ihrem Lebensraum, auf kiesigem Untergrund. Durch Verbauung und Regulierung unserer Flüsse und Bäche ist sie zunehmend gefährdet.
Foto: Wolfgang Hauer

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