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Erste Entwicklungen eines Schulwesens - Lesetext

Die Schule in ihrer heute bestehenden Form (als Institution / feste Einrichtung) hat es früher so nicht gegeben. Vielmehr hat das Schulwesen einen langen Entwicklungsweg hinter sich.

Die Erziehung und Wissensvermittlung erfolgte früher zunächst durch die Mütter. Von ihnen wurden die Kinder an die Normen und Werte der Erwachsenenwelt herangeführt.

Wenn die Kinder älter wurden, war es die Aufgabe der Väter, den Jungen etwas beizubringen, damit sie als Erwachsene einen Beruf ausüben und selbst für ihren Lebensunterhalt konnten.

Die Mädchen blieben bei der Mutter im Haushalt, um zu lernen, wie man einen Haushalt führt. Denn den Mädchen war es früher vorbestimmt, zu heiraten und Kinder zu bekommen.

Im Laufe der Geschichte des Menschen und seiner Weiterentwicklung entstand die Notwendigkeit, Einrichtungen zu schaffen, in denen das Wissen, das Kulturerbe und neue Erkenntnisse an die Nachkommen weitergegeben werden konnten.
Es ist bis heute nicht sicher, wann die erste Schule gegründet wurde.

Aber schon in der römischen und griechischen Antike wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene von Gelehrten unterrichtet. Bekannte griechische Lehrer und Philosophen sind z.B. Sokrates und Platon .

Die Schule in ihrer heute bestehenden Form aber entwickelte sich erst in der Neuzeit – genauer gesagt im Zeitalter der Reformation.

Bereits im 13. Jahrhundert entstanden neben den Klosterschulen auch Stadtschulen, Ratsschulen und Kirchspielschulen.

In Dortmund gab es diese Schulen nachweislich seit dem 13. Jahrhundert. Man geht heute davon aus, dass es sich bei diesen Schulen um „Lateinschulen“ gehandelt hat.

Die lateinische Sprache war damals nicht nur die Sprache der Wissenschaft, sondern auch die internationale Umgangssprache. Eine einheitliche deutsche Schriftsprache gab es noch nicht.

Das Hochdeutsche als Schriftsprache setzte sich erst später durch, als Martin Luther die Bibel in die hochdeutsche Sprache übersetzte.

In diesen ersten „Lateinschulen“ wurden bereits einige grundlegende Fertigkeiten wie Lesen und Schreiben vermittelt.

Denn mit dem Aufblühen der mittelalterlichen Städte wurden in der Verwaltung und Wirtschaft immer mehr Menschen gebraucht, die über diese Fähigkeiten verfügten.

Verträge und Urkunden mussten angefertigt werden, Briefe geschrieben und gelesen werden und bei Ratssitzungen in den Städten wurden Protokolle geschrieben.

Daher hatten die Schulen einen großen Zulauf, und die ehemals nur kirchlichen Schulen reichten nicht mehr aus.

Quelle:
Mit freundlicher Unterstützung von: „Westfälisches Schulmuseum Dortmund“
http://www.museendortmund.de/schulmuseum
44379 Dortmund; An der Wasserburg 1; Tel.: 0231 / 61 30 95
Heimat Dortmund – Stadtgeschichte in Bildern und Berichten
Schulmuseum und Schulgeschichte in Dortmund
Darin: Jochen Löher (Museumsleiter) „... dass man Kinder zur Schule halten solle!“
Ein Rundgang durch das Westfälische Schulmuseum; Dortmund

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