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Die ersten Rechen- und Schreibschulen

Weil die Vermittlung des Wissens an den „Lateinschulen“ für die Praxis wohl nicht ausreichte, wurden im
14. Jahrhundert die ersten Schreib- und Rechenschulen gegründet. Sie hatten auch die Bezeichnung „Deutsche Schulen“.

Ihre Aufgabe war es, die Schüler auf die Handwerks- und Kaufmannsberufe vorzubereiten. Neben Lesen und Schreiben wurden die Schüler in diesen Schulen auch im Rechnen unterrichtet.

In vielen Städten – so auch in Dortmund – gab es „Rechenmeister“. Sie halfen den Menschen bei ihren alltäglichen Rechenproblemen. Diese Rechenmeister übernahmen oft auch den Schulunterricht.

Zunächst beruhte die Gründung dieser Schulen vielfach auf privaten Initiativen (Einsatz). In Dortmund unterstanden diese Schulen von Beginn an dem Rat der Stadt.

Um den Fortbestand dieser Schulen zu sichern, war es den Bürgern verboten, ihre Kinder auf gleichartige private Schulen zu schicken. Diese privaten Schulen wurden auch „Winkelschulen“ oder „Klippschulen“ genannt.

Der Ausdruck „Klippschule“ ist von dem niederdeutschen Wort „klipp“ (= klein) abgeleitet. Das bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie: „Mit geringem Aufwand“.

Doch trotz aller Gegenmaßnahmen hielten sich die Klippschulen in vielen Städten sehr lange. Dadurch verdienten die Lehrer, die sowieso ein geringes Einkommen hatten, noch weniger Geld.

Abb

Zur damaligen Zeit wurde in Nordeuropa zunächst noch mit römischen Zahlzeichen auf Linien gerechnet. Erst in der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde diese Art des Rechnens durch die heute üblichen arabischen Ziffern abgelöst.

Eine Handschrift eines Rechenmeisters aus dem Jahre 1540 (Stadtarchiv der Stadt Dortmund) zeigt, dass in Dortmund um diese Zeit schon die „moderne Art“ des Rechnens Verbreitung gefunden hatte.

Ein wirklich regelmäßiger Rechenunterricht fand aber erst zwei Jahrhunderte später statt. Erst in der Zeit der Aufklärung setzten sich die Mathematik und die Naturwissenschaften an den Schulen als Lehrfächer wirklich durch.


Quelle:
Mit freundlicher Unterstützung von: „Westfälisches Schulmuseum Dortmund“
http://www.museendortmund.de/schulmuseum
44379 Dortmund; An der Wasserburg 1; Tel.: 0231 / 61 30 95
Heimat Dortmund – Stadtgeschichte in Bildern und Berichten
Schulmuseum und Schulgeschichte in Dortmund
Darin: Jochen Löher (Museumsleiter) „... dass man Kinder zur Schule halten solle!“
Ein Rundgang durch das Westfälische Schulmuseum
Abbildung: Stadtarchiv Dortmund

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