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Die Jagd der Jäger auf das Rotwild (Hirsche)

Das Geweih ist begehrt

Das bei uns in Deutschland heimische Rotwild ist der Rothirsch mit seiner Hirschkuh. Normalerweise lebt das Rotwild auf den Wiesen. Im Wald ist es eigentlich zu eng für das große Geweih eines ausgewachsenen männlichen Hirsches. Die Tiere leben versteckt im Wald, weil sie große Angst vor der Jagd, vor den Jägern haben.

Auf diesen Wissenskarten kannst du sehr viel über das Leben der Hirsche nachlesen und Bilder betrachten.

Außerdem hat der Mensch ihnen viel Platz zum Leben weggenommen durch die vielen Felder und Äcker der Bauern und durch das Bauen von vielen Häusern, Städten und Straßen. Auch deshalb ziehen sich die Tiere in den Wald zurück. Wenn die Menschen den großen Hirschen ein artgerechtes Leben lassen würden, dann könnten sie sich in der freien Natur bewegen. Das Rotwild wandert normalerweise große Strecken durch die Landschaft.

Vom Sommer bis zum Winter legt es locker 100 km zurück. Der Jäger möchte es aber in seinem Revier (das ist das Gebiet, wo er diese großen Tiere erschießen darf) behalten, weil das Geweih für ihn eine Jagdtrophäe ist. Also legt er einen großen Zaun mit einem sehr breiten Eingang an. Innerhalb dieses Zauns füttert er nun das Rotwild. Das Füttern nennt der Jäger Hege. Irgendwann macht er den Eingang zu. Dann können die Hirsche nicht mehr weglaufen. Das nennen die Jäger dann Wintergatter. Darin werden die Hirsche gehegt und gepflegt bis die männlichen Tiere ein großes, schönes Geweih haben. Dann erschießt der Jäger die Tiere und hängt sich zuhause als Beweis für seine große Jagdkunst das Geweih an die Wand. Leider gibt es bei uns kein Gesetz, das den Jägern dieses Verhalten verbietet.

Warum Jäger jagen

Die Jäger behaupten immer wieder, sie müssten aufpassen, dass es nicht zu viele Tiere auf unseren Wiesen und in den Wäldern gibt. Sie müssten Tiere töten, weil es keine natürlichen Feinde mehr gäbe. (Zum Beispiel den Wolf). Das stimmt aber nicht, wenn man die Natur nicht stört, macht sie das von allein.

Die Jäger auf der ganzen Welt sind sehr stolz auf die Ergebnisse ihrer Jagd. Sie hängen die Tierschädel mit den Geweihen an die Wand.

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Die Ursache ist der Mensch

Professor Reichholf, ein bekannter Tierforscher sagt zum Thema Rotwild:
"Das Rotwild wird heute durch die typische Form der Hege in die Walder gelockt und gedrückt. Gedrückt, weil es scheu gemacht worden ist durch die lange Bejagung. Gelockt durch die Fütterung, gerade auch mit den Wintergattern. Dadurch wird ein Bestand aufgepäppelt, künstlich hochgehalten auf einem Niveau, das die Wälder natürlich schädigt. Wir haben derzeit die 3-fache Menge des Wildes in unseren Waldern, wie das vor der gezielten Hege der Fall war."

Viele Jäger geben ganz offen zu, dass Ihnen die Jagd, also das Töten von Tieren Spaß bereitet. Und wenn die Jäger jedes Jahr ihre bei den Tieren gefürchteten Treib-, Hetz-, und Drückjagden zum Vergnügen veranstalten wollen, dann benötigen Sie dazu natürlich die Tiere. Ohne Tiere ist jede Treibjagd frustrierend für alle Beteiligten (die Jäger und die Treiber). Und je mehr Tiere es im Wald gibt desto mehr Abschüsse kann es geben.

Quelle: Foto Wissenskarten (ag)

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