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Bochums - beinahe - erstes Windrad - allgemein

Fünf Landwirte aus Niedersachsen wollten im äußersten Stadtnorden (Bövinghauser Hellweg) ein fast 150 m hohes Groß-Windrad bauen lassen.

 

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Im April 2009 begannen auf dem Acker die ersten Arbeiten.
Ein Unternehmen aus Hamburg baute das kreisförmige Fundament mit 36 Betonsäulen.
Die 15 m langen Betonsäulen wurden von der 31 m hohen 100-Tonnen Ramme in den Boden gerammt.
Sechs Minuten dauerte das „Versenken" eines Betonpfeilers, dann schaute nur noch der Betonkopf aus dem Feld.
Abwechselnd wurden die Betonsäulen schräg nach außen und dann wieder schräg nach innen eingerammt.
Damit die Betonsäulen nicht kaputtgingen, wenn der 9 Tonnen schwere Hammerkopf auf sie niederknallte, befand sich oben auf dem Betonkopf Holz zur Pufferung.
Durch die Schläge wurde auch alles Wasser aus dem Holz getrieben.
Danach wurde das Holz so heiß, dass es von alleine anfing zu brennen.

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Nachdem das Fundament fertig war, wurde mit dem Bau des 100 Meter hohen Turmes für das Windrad begonnen.
Dazu wurde der Demag AC 700 eingesetzt.
Kurz bevor die Nabe mit den Rotorblättern montiert werden konnte, kam es zu einem Baustopp.

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Eine Anwohnerin hatte gegen den Bau geklagt.
Sie fühlte sich unter anderem durch den Schatten des Groß-Windrades gestört.
Ihr Grundstück befindet sich nur 270 m entfernt vom Groß-Windrad.
Vorgeschrieben ist aber, dass mindestens der doppelte Abstand der Windradhöhe zu bewohnten Grundstücken vorhanden sein muss.
Die Klägerin bekam sowohl vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen als auch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Recht.
Der Turm musste wieder abgerissen werden.
Zuerst dachte man daran, ihn zu sprengen.
Das wäre aber zu gefährlich gewesen.
Schließlich entschloss man sich, ihn durch eine Spezialfirma scheibchenweise absägen zu lassen.
Im Mai 2011 wurde dann der Turm zersägt.
Die Abbaukosten betrugen etwa 1,5 Millionen Euro.
Das Groß-Windrad hätte rund 4,6 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen können.
Das entspricht ungefähr dem Jahresbedarf von 1200 Vier-Personen-Haushalten.
Aber daraus wird jetzt nichts.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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