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Löffelente

Die Löffelente ist in Nordamerika, Nordasien und in Europa beheimatet.
Sie lebt an nahrungsreichen Binnengewässern und bevorzugt Gewässer, dessen Uferzonen mit dichtem Schilf bewachsen sind.
Dabei zieht sie Klein- und Kleinstgewässer größeren Seen und Teichen vor.
Die Löffelente ist außerhalb der Brutzeit auch an der Meeresküste und an Salzseen anzutreffen.
In Deutschland findet man sie hauptsächlich am Wattenmeer und auf den vorgelagerten Inseln.

 

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Eine Löffelente wird bis zu 50 cm groß und 400 bis 1100 g schwer.
Sie hat eine Flügelspannweite von bis zu 80 cm.
An ihrem löffelartigen Schnabel kann man sie sofort erkennen.
Er wird bis zu 7 cm lang und gab der Ente ihren Namen.

 

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Wie bei vielen Enten ist das Männchen (Erpel) auffällig gefärbt.
Der Kopf des Erpels ist dunkelgrün befiedert.
Der Schnabel hat eine tief dunkelgraue Färbung.
Die Brust ist weiß, das Rückengefieder ist dunkel und teilweise mit weißen Federn durchsetzt.
In der Mitte der Körperseiten befinden sich rotbraune Farbpartien.
Die Unterschwanzdecke ist schwarz und durch ein weißes Band gegen die rotbraunen Flanken abgegrenzt.
Die mittleren Schwanzfedern sind sepiabraun und weiß gesäumt.
Bei den äußeren Schwanzfedern ist dieser weiße Federsaum deutlich breiter.
Die Iris ist gelb und die Beine sind auffällig rot gefärbt.
Das Weibchen ist braun gemustert.
Es hat eine besonders große Ähnlichkeit mit dem Weibchen der Stockente.
Löffelenten sind nicht sehr scheu.
Sie erreichen eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 85 km/h und können bis zu 20 Jahre alt werden.

 

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Löffelenten fressen Plankton, Wasserflöhe, Insektenlarven, Würmer, Kaulquappen und Laich. Dabei zeigt die Löffelente während der Nahrungssuche eine für sie typische Körperbewegung.
Sie dreht rasch den gesamten Körper und wirbelt damit den Schlamm auf.
Dadurch steigen die Nahrungspartikel an die Wasseroberfläche.
Sie werden nun von der Löffelente seihend durchschnattert.
Während der Nahrungssuche schwimmt sie häufig in Kreisen oder Schlangenlinien.
Der Hals ist dabei gestreckt.
Der Schnabel wird schnell geöffnet und geschlossen, so dass das aufgenommene Wasser seitwärts durch die kammartigen Lamellen wieder austritt.
Außerdem kann die Löffelente auch gründeln.
Dabei bleibt sie länger unter Wasser als andere Arten der Schwimmenten.
Manchmal taucht sie sogar mit dem ganzen Körper unter Wasser.
Vor allem in nicht zu tiefen Moorseen kann man dieses Verhalten beobachten.

Das Weibchen baut nah am Wasser am Boden ein gut verstecktes Nest.
Es besteht aus Pflanzenteilen.
Löffelenten brüten in der Regel von Mai bis Juli.

Das Weibchen legt acht bis zwölf Eier.
Sie sind von graugrüner Farbe, etwa 5 cm lang und zwischen 35 und 43 g schwer.
Nur das Weibchen brütet.
Zu Beginn der Brut verlässt das Weibchen das Nest einmal morgens und am Nachmittag.
Die Brutpause kann anfangs bis zu zwei Stunden dauern.
Sie verkürzt sich in den folgenden Tagen auf 30 Minuten.
Kurz bevor die Jungen schlüpfen, kann sie sogar vollständig entfallen.
Die Brutdauer beträgt insgesamt 26 Tage.
Während der Brutphase hält sich das Männchen in der Nähe des Nestes auf:
Es warnt vor sich nähernden Fressfeinden.
Die frisch geschlüpften Jungen verstecken sich unter dem Weibchen, bis alle Küken geschlüpft sind.
Nach dem Schlupf des letzten Kükens führt das Weibchen ihre Kükenschar sofort an das Wasser.
Die Jungen werden nach 40 bis 45 Tagen flügge.

 

Quelle: Fotos mit freundlicher Genehmigung von www.sandmann-naturfoto.de

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