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Orchideengewächse

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Die Orchideengewächse (Orchidaceae) bilden mit etwa 18.500 verschiedenen Arten die größte Familie der Einkeimblättler und sind eine der umfangreichsten Pflanzenfamilien überhaupt.

Mit dem Namen Orchidee, das von dem griechischen Wort „orchis“ (Hoden) stammt (nach den hodenförmigen Wurzelknollen der Knabenkräuter-Arten), wird meistens die Gesamtheit aller Orchideengewächse bezeichnet.

Orchideen werden als besonders schöne und prächtige Pflanzen angesehen; vielen Menschen gilt die Orchidee als Königin der Blumen – anderen hingegen wirkt sie zu künstlich und wächsern.

Als erdbewohnende Stauden sind sie vor allem in den kühleren Klimazonen verbreitet.

Sie wachsen aber mit Ausnahme der Antarktis auf jedem Kontinent. Aufgrund ihrer großen Artenvielfalt gibt es Orchideen fast in jeder Wachstumszone - nur nicht in Wüsten.

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Ihre größte Formenfülle und Farbenpracht erreichen sie jedoch als Überpflanzen (Epiphyten – das sind Pflanzen, die an anderen Pflanzen leben, sich aber selbst ernähren) in den tropischen Bereichen.

Mehr als die Hälfte aller tropischen Arten wachsen als Epiphyten auf Bäumen.

Bei vielen Orchideenarten sind Speicherorgane ausgebildet - bei den Erdorchideen meistens als Wurzelknollen, bei den Epiphyten als Sprossknollen.

Viele Epiphyten besitzen außerdem oft Luftwurzeln, die der Wasser- und Nährstoffaufnahme dienen.

Die gewöhnlich in traubigen Blütenständen angeordneten Blüten drehen sich bei ihrer Entwicklung in der Regel um 180 Grad.

 

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Durch diese Drehung entsteht eine „Unterlippe“ als Anflugstelle für die bestäubenden Insekten.

Dabei wird der Pollen nicht verstäubt, sondern in Form von „Pollenpaketen“ (Pollinien) übertragen.

Erst nach erfolgreicher Bestäubung wachsen die Samenanlagen des unterständigen Fruchtknotens heran. Sie bilden in den Kapselfrüchten winzige Samen, die der Wind ebenso leicht wie Sporen verwehen kann. Die Samen der Orchideen gehören zu den kleinsten aller Pflanzen, so dass in einer einzigen Samenkapsel Millionen von Samen befinden.

Da sie kein Nährgewebe besitzen, ist ihre Keimung nur durch eine Pilzinfektionen möglich (Mykorrhiza).

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Keine andere Pflanzenfamilie hat eine solche Bandbreite, was die Formen und die Farben der Blüten betrifft.

Die Größe der Blüten reicht von einigen Millimetern bis zu 20 Zentimetern und mehr pro Blüte.

Die Farbenvielfalt erstreckt sich dabei von zartem Weiß über Grün- und Blautöne bis zu kräftigen Rot- und Gelbtönen. Viele der Orchideenblüten sind auch mehrfarbig.

Wegen ihrer prächtigen, dauerhaften und duftenden Blüten gelten die Orchideen allgemein als kostbarste Zierpflanzen.

Von den heimischen Gattungen stehen fast alle unter Naturschutz. Zahlreiche Arten aus den feuchtwarmen Tropen werden bei uns in Gewächshäusern gezogen.

 

Quelle:
Fotos: © 2005 Medienwerkstatt Mühlacker
www.grundschulmaterial.de

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