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Scharlach

Symptome und Verlauf 

Scharlach zählt zu den typischen Kinderkrankheiten und ist unter Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter recht verbreitet.

Die Erreger, die Scharlach verursachen, sind Bakterien (Streptokokken). Streptokokken zählen zu den häufigsten Erregern bakterieller Infektionen im Kindesalter. Scharlach fängt mit Schluckbeschwerden an. Dazu haben die Kinder Fieber bis 39°C und ab und zu auch Kopfschmerzen und Erbrechen.

Das Typische an Scharlach ist der dunkelrote Rachenraum und der Gaumen.

Die Zunge ist vorerst weiß belegt und zeigt bald eine kräftige Rötung mit geschwollenen Papillen. Man spricht auch von der sogenannten Himbeer- oder Erdbeerzunge.

Der typische Hautausschlag in Form von stecknadelkopfgroßen, dicht stehenden roten Flecken erscheint nach 2 bis 4 Tagen.

Er beginnt am Hals, in den Achselhöhlen und in der Leiste. Ferner kann er sich am ganzen Körper besonders an den Oberschenkelinnenseiten verteilen.

Das Gesicht ist nur leicht gerötet, der Mundbereich ist blass.

Die Krankheit dauert 2 bis 6 Tage.

Manchmal beginnt sich die Haut an Händen und Füßen um den 8. Tag herum in großen Schuppen zu schälen.



Ansteckung 

Die Ansteckung wird durch frisch erkrankte Personen übertragen, selten über Gegenstände oder Personen, die zwar Streptokokken im Rachen haben, selbst aber nicht erkrankt sind.

Die Verbreitung der Krankheit erfolgt durch Tröpfchen – also durch Niesen, Husten oder Speichel. Sie kann aber auch durch verunreinigte Gegenstände (Hände, Besteck, Spielzeug) übertragen werden.

Selbst gesunde Personen, die selbst immun sind, aber Kontakt mit einem Scharlachkranken hatten, können die Infektion weiterverbreiten.

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit beträgt 2 bis 4 Tage, selten bis zu 24 Tagen.

Durch einen Rachenabstrich wird festgestellt, ob das betreffende Kind ansteckend ist.

Normalerweise ist Scharlach bis zu 3 Wochen ansteckend. Jedoch das Verabreichen von Penicillin verkürzt die Ansteckungsphase auf einen Tag.

Die häufigste Erkrankung erfolgt zwischen dem 4. und 14. Lebensjahr. Jüngere Kinder sind davon selten betroffen.

Neugeborene sind immun, sofern die Mutter Scharlach gehabt hat.



 

Behandlung und Impfung 

Bei Scharlach hilft Bettruhe, Halswickel und Salbeitee. Dazu wird Penicillin bzw. homöopathische Mittel verabreicht.

Durch Scharlach besteht die Gefahr, dass Folgeerkrankungen an Ohren, Gelenken, Herz und Nieren auftreten. Bei Verdacht auf Scharlach immer ein Arzt hinzuziehen!

Die Behandlung erfolgt üblicherweise mit Antibiotika. In der Regel wird ein Penicillin gegeben, da dieses gegen die Scharlacherreger besonders gut wirksam ist. Kinder erhalten das Antibiotikum meist als Saft.

Eine Impfung gegen Scharlach ist nicht möglich.

Auch nach einer überstandenen Infektion kann man sich wiederholt anstecken, auch als Erwachsener.



Komplikationen 

Nimmt Scharlach einen schweren Verlauf, kann Fieber über 41 Grad zu Krämpfen und über einen Kreislaufkollaps bis hin zum Tod führen. Deshalb ist die frühe Gabe eines Antibiotikums wichtig. Ohne dieses sind Nasennebenhöhlenentzündung, Blutvergiftung, Erbrechen und Durchfall, Kreislaufversagen, Herzmuskelentzündung und Hirnhautentzündung mögliche Folgen.

Eine Spätkomplikation nach einem unbehandelten Streptokokkeninfekt ist das rheumatische Fieber.

 

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