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Afrikanischer Wildhund (Hyšnenhund)

Der Afrikanische Wildhund wird auch Hyänenhund genannt.
Er lebt in den Savannen und Halbwüsten südlich der Sahara bis Südafrika.
Mit einer Schulterhöhe von 70 cm, einer Kopfrumpflänge von 90 cm und dem 35 cm langen Schwanz ist er der größte Wildhund in der afrikanischen Savanne.
Sein Gewicht beträgt zwischen 20 und 36 kg.

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Die hauptsächliche Nahrung der Afrikanischen Wildhunde besteht Gazellen, Impalas und andere Antilopen sowie aus Warzenschweinen.
Weil sie die Hufstritte der Zebras fürchten, werden diese so gut wie nie gejagt.
Aber auch Hasen, Nagetiere, Jungvögel und andere Kleintiere stehen auf ihrem Speiseplan.
An der Jagd beteiligt sich das gesamte Rudel.
Ausgenommen sind nur junge und kranke Mitglieder.
In der Regel jagen Afrikanische Wildhunde zweimal am Tag.
Zwischen 6 und 9 Uhr morgens findet die erste Jagd statt.
Zwischen 5 und 7 Uhr abends wird dann noch einmal gejagt.
Das Alpha-Männchen führt das gesamte Rudel an.
Afrikanische Wildhunde spüren ihre Beute nicht nach dem Geruch, sondern auf Sicht auf.
Sie sind ausdauernde Hetzjäger, die ihre Beute über drei bis fünf Kilometer verfolgen können. Dabei werden Geschwindigkeiten von 55 Kilometern pro Stunde erreicht.
Da sie dem Beutetier abwechselnd den Weg abschneiden, ist ihre Jagd fast immer erfolgreich, bei 9 von 10 Jagden ist dies der Fall.
Bevorzugt werden junge und schwache Beutetiere.
Wenn das flüchtende Beutetier ermüdet ist, wird es vom Alpha-Tier an den Hinterbeinen gepackt.
Dann holen die anderen Hunde auf und zerreißen das Tier bei lebendigem Leibe.
Das Fleisch der erlegten Beute wird gerecht geteilt.
Nachzügler betteln mit Erfolg die Wildhunde an, die ihren Teil schon gefressen haben.
Diese würgen dann ihr Futter wieder hoch.
Genauso werden in der Wurfhöhle zurückgelassenen Welpen und auch erwachsene Hyänenhunde von allen Rudelmitgliedern gefüttert.

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Die Gruppengröße (Rudel) kann bis zu 20 Tiere betragen.
Nach einer Tragzeit von 70 - 73 Tagen bringt das Weibchen 5 - 16 Welpen zur Welt.
Dabei gleicht in der Fleckung kein Tier dem anderen.

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Die größtenteils friedlich zusammenlebenden Afrikanischen Wildhunde haben eine ausgeprägte soziale Rangordnung.
Ernsthafte Kämpfe finden meist nur unter den Weibchen statt.
Anders als bei den übrigen sozial zusammenlebenden Säugetieren bleiben die Söhne bis an ihr Lebensende immer in derselben Gruppe.
Die Hündinnen schließen sich nach 1 ½ Jahren einer anderen Gruppe an.
Sie versuchen in einem anderen Rudel den höchsten Rang einzunehmen, denn nur ein Weibchen pro Gruppe kann erfolgreich Junge aufziehen.

Afrikanische Wildhunde werden in der freien Wildbahn bis zu 10 Jahre alt.
In Zoos können sie ein Alter von 15 Jahren erreichen.
Afrikanische Wildhunde sind durch menschliche Verfolgung und Lebensraumzerstörung in ihrem Bestand stark bedroht.

Quelle: Fotos: Medienwerkstatt MŁhlacker (MH)

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